Aktien Europa: Kaum verÀndert - MÀrkte harren weiterer Entwicklung
24.03.2026 - 12:28:20 | dpa.deNach den starken Bewegungen am Vortag kehrten damit eine angespannte Ruhe und ein abwartendes GeschĂ€ft ein. "Als die Nachricht ĂŒber 'produktive' GesprĂ€che zwischen Washington und Teheran ĂŒber die Ticker gingen, kannten die Börsen kein Halten mehr", so Chefmarktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets. "Doch die Vorfreude ĂŒber ein baldiges Ende des Iran-Krieges wĂ€hrte nicht lange."
Derzeit ist die Lage unklar. WÀhrend US-PrÀsident Donald Trump trotz gegenteiliger Signale aus dem Iran Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges verbreitet hatte, gingen die KÀmpfe vorerst weiter. Zudem hatte Irans ParlamentsprÀsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementiert, dass es Verhandlungen mit den USA gegeben habe.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verharrte am Mittag mit 5575,58 Punkten praktisch auf Vortagesniveau. Der Schweizer SMI CH0009980894 profitierte mit plus 0,66 Prozent auf 12.471,99 ZÀhler von der StÀrke der defensiven Schwergewichte, wÀhrend der britische FTSE 100 GB0001383545 leicht um 0,16 Prozent auf 9.910,26 Punkte zulegte.
Zur Vorsicht mahnen auch die jĂŒngsten Konjunkturdaten, in denen sich die Auswirkungen des Iran-Krieges widerspiegelten. So hat sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im MĂ€rz verschlechtert. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit dem starken Anstieg der Energiepreise voll berĂŒcksichtigt werden. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte.
StÀrkster Sektor in dem unspektakulÀren Gesamtmarkt waren die Chemiewerte. Das Schwergewicht BASF DE000BASF111 legte um 2,6 Prozent zu, nachdem die Deutsche Bank den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Givaudan CH0010645932 hinkten dagegen mit nur leichten Gewinnen von 0,4 Prozent dem Sektor hinterher. Die Deutsche Bank hatte die Aktie auf "Hold" abgestuft.
Im schwÀchelnden Technologiesektor gab ebenfalls ein Schwergewicht den Ton an. SAP DE0007164600 sanken um 3,3 Prozent und reagierten damit ebenfalls auf einen Analystenkommentar. Analyst Toby Ogg von JPMorgan hatte den Wert von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und sein Kursziel deutlich von 260 auf 175 Euro gesenkt.
Konsumwerte lagen unterdessen im Plus. Hier sorgten die Verhandlungen des US-Kosmetikkonzerns EstĂ©e Lauder und des spanischen Wettberwerber Puig Brands ĂŒber einen Zusammenschluss fĂŒr Aufmerksamkeit. Aktien von Puig sprangen an der Madrider Börse um fast 15 Prozent nach oben. L'Oreal FR0000120321 gewannen 1,8 Prozent.
Im Luxussektor zogen Richemont CH0210483332 um ein Prozent an. Die Bank of America hatte den Titel auf "Buy" angehoben. Die volatilen Aktien von Kering FR0000121485 kletterte um zwei Prozent.
Unter den ansonsten unauffĂ€lligen Einzelhandelstiteln legten Kingfisher GB0033195214 mit knapp einem Prozent etwas stĂ€rker zu. Die britische Einzelhandelskette habe solide Zahlen fĂŒr das vierte Quartal vorgelegt, hieĂ es von Jefferies.
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