Aktien, Europa

Aktien Europa: Leichte Verluste - Vorsicht prÀgt das Geschehen

20.03.2026 - 12:10:40 | dpa.de

Europas AktienmÀrkte haben am Freitag leicht nachgegeben.

Vor dem Wochenende lehnten sich Marktteilnehmer nicht allzu weit aus dem Fenster, um nicht von Nachrichten aus der Golfregion auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

"Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben dazu gefĂŒhrt, dass bislang abseits gehaltene LiquiditĂ€t aus anderen MĂ€rkten in Geldmarktanlagen umgeschichtet wird", merkte Anlageexpertin Debbie Cunningham vom Vermögensverwalter Federated Hermes an. Zudem ĂŒberschattete der große Verfall an den Terminbörsen das Handelsgeschehen.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,33 Prozent auf 5.595,36 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 tendierte kaum verÀndert, wÀhrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,12 Prozent auf 10.051,06 Punkte nachgab.

"NĂ€chste Woche drohen die Datenstunden der Wahrheit - denn erstmals wird eine Reihe von Konjunkturzahlen die Folgen des Iran-Kriegs widerspiegeln?, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Die Einkaufsmanagerindizes dĂŒrften sich im MĂ€rz spĂŒrbar eingetrĂŒbt haben.

Die Einzelsektoren reagierten auf die deutlichen Verluste am Vortag. Die am stÀrksten gefallenen Titel erholten sich, wÀhrend die zuletzt stabileren Branchen schwÀchelten. So standen die Baustoffwerte nun an der Spitze. Holcim CH0012214059 etwa kletterten um drei Prozent. Seit den Jahreshochs hatte die Aktie rund 25 Prozent verloren. Gewinne verzeichneten zudem Reise- und Freizeitwerte sowie der zinssensible Immobiliensektor, der am Vortag ebenfalls Federn gelassen hatte.

Dagegen verzeichneten die defensiven Nahrungsmittelaktien leichte Verluste. Ausnahme waren Unilever GB00B10RZP78 mit 0,5 Prozent Gewinn. Der KonsumgĂŒterkonzern kommt bei seinen BemĂŒhungen um die Trennung vom LebensmittelgeschĂ€ft voran. Der Konzern sei derzeit in GesprĂ€chen mit dem US-GewĂŒrzhersteller McCormick & Co US5797802064 zum Verkauf der Sparte und habe ein Angebot erhalten, bestĂ€tigte Unilever am Freitag entsprechende Berichte. Ein Abschluss sei aber ungewiss.

Leichte Gewinne im ebenfalls schwĂ€chelnden Pharmasektor verbuchten Novartis CH0012005267. Der Schweizer Pharmakonzern ĂŒbernimmt vom US-Biotechunternehmen Synnovation Therapeutics ein Krebsforschungsprogramm rund um den Wirkstoff SNV4818. Dazu erwirbt Novartis die Tochtergesellschaft Pikavation Therapeutics fĂŒr zwei Milliarden US-Dollar. SNV4818 ist ein oral verabreichter Wirkstoff, der derzeit in einer Phase-I/II-Studie zur Behandlung von Brustkrebs und anderen fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht wird.

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