Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: Keine klare Richtung vor US-Wahlausgang

05.11.2024 - 18:04:14

Europas AktienmÀrkte haben sich am Tag der US-Wahl mit einer einheitlichen Kursrichtung schwergetan.

Die politische Unsicherheit ist angesichts eines noch völlig ungewissen Wahlausgangs im Rennen zwischen der Demokratin Kamala Harris und dem Republikaner Donald Trump recht groß. An den MĂ€rkten hielten sich die KursausschlĂ€ge in Grenzen.

Anlagestratege Christian Subbe vom Vermögensverwalter HQ Trust erwartet in den kommenden Tagen eine erhöhte VolatilitĂ€t an den MĂ€rkten. "Schließlich steht nicht fest, wann die Wahl endgĂŒltig ausgezĂ€hlt ist." Investoren rĂ€t er, sich zurzeit etwas vorsichtiger zu positionieren.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg am Dienstag um 0,38 Prozent auf 4.870,33 ZĂ€hler. Der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 sank um 0,26 Prozent auf 11.866,01 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,14 Prozent auf 8.172,39 ZĂ€hler nach.

Im Automobilsektor zeigte sich, dass auch der Luxussportwagenbauer Ferrari NL0011585146 gegen die Flaute auf dem wichtigen Automarkt China nicht immun ist. Die Italiener hatten im dritten Quartal insgesamt etwas weniger Autos ausgeliefert als ein Jahr zuvor. China, Hongkong und Taiwan ist zwar die kleinste der Regionen von Ferrari - das Minus von fast 30 Prozent konnte aber durch steigende VerkÀufe in Europa und dem Rest Asiens nicht wettgemacht werden. Obwohl Ferrari im TagesgeschÀft etwas mehr verdiente als von Analysten erwartet, verloren die Anteile gut 7 Prozent. Damit lagen sie im EuroStoxx hinten.

Vorne im Leitbarometer der Euroregion nÀherten sich die Papiere des französischen Luftfahrtzulieferers Safran FR0000073272 ihrem Rekordhoch. Zum Handelsschluss gewannen sie 3 Prozent.

Vestas DK0061539921 brachen in Kopenhagen nach GeschĂ€ftszahlen um ĂŒber 12 Prozent ein. Der Windanlagenbauer wurde zudem erneut vorsichtiger fĂŒr das laufende Jahr. Die Ergebnisse der DĂ€nen fĂŒr das dritte Quartal stellten einen RĂŒckschlag fĂŒr das Vertrauen in das Management dar, hieß es von der DZ Bank.

Auch Asos GB0030927254 verkĂŒndete schlechte Nachrichten. Der britische Online-BekleidungshĂ€ndler hatte mit seinem Umsatz enttĂ€uscht. Die AktionĂ€re quittierten dies mit einem Minus von 6,5 Prozent.

Besser sah es bei AB Foods GB0006731235 aus. Der Nahrungsmittelhersteller und EinzelhĂ€ndler hatte einen sprunghaften Gewinnanstieg verzeichnet und gab eine 50-prozentige Dividendenerhöhung sowie ein weiteres AktienrĂŒckkaufprogramm bekannt. Die Aktien gewannen 3,2 Prozent.

@ dpa.de | CH0009980894 BöRSEN/AKTIEN