Aktien Europa: Moderate Gewinne - Bankaktien mit Licht und Schatten
05.02.2024 - 12:25:05 | dpa.deDie wichtigsten Indizes legten nur etwas zu, nachdem zuletzt die Hoffnungen der Anleger auf schnelle Zinssenkungen in den USA DĂ€mpfer erhalten hatten.
Der Eurostoxx 50 EU0009658145 stand am Mittag 0,18 Prozent im Plus bei 4663,01 Punkten, nachdem er am Freitag ein weiteres Hoch seit dem Jahr 2001 erreicht hatte. Der französische Cac 40 FR0003500008 legte um 0,11 Prozent auf 7600,35 Punkte zu. FĂŒr den britischen TSE 100 GB0001383545 ging es um 0,39 Prozent auf 7645,33 ZĂ€hler bergauf.
Am Freitag bereits hatten robuste Daten vom US-Arbeitsmarkt den Renditen an den AnleihemĂ€rkten deutlichen Auftrieb verliehen und so die Stimmung an den Börsen gedĂ€mpft. JĂŒngste Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell sprechen ebenfalls gegen baldige Zinssenkungen in der gröĂten Volkswirtschaft der Welt. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS hatte Powell vor den Gefahren einer zu schnellen Zinssenkung gewarnt. Das Interview wurde am Sonntagabend ausgestrahlt, aber bereits am Donnerstag aufgezeichnet.
In Europa standen Bankaktien EU0009658806 mit teils deutlichen Kursbewegungen im Fokus. So zogen die Papiere der Unicredit IT0005239360 um gut zehn Prozent an und hatten damit im Eurostoxx klar die Nase vorn. Die italienische GroĂbank will nach einem ĂŒberraschend hohen Rekordgewinn das gesamte Geld ihren AktionĂ€ren geben. Dies lieĂ die Anleger jubeln.
Am Index-Ende sackten die Anteilsscheine der Bank Nordea FI4000297767 um mehr als fĂŒnf Prozent ab. Die skandinavische Bank hatte zwar nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr das mittelfristige ProfitabilitĂ€tsziel erhöht. In Helsinki zeigten sich Investoren dennoch enttĂ€uscht. Analysten fĂŒhrten dies vor allem auf die Ergebnisse des vergangenen Jahres zurĂŒck.
Die Anleger von Banco Santander ES0113900J37 mussten ein Minus von knapp 5 Prozent verkraften. Die "Financial Times" (TF) hatte von VorwĂŒrfen rund um Sanktionen gegen den Iran berichtet. Santander sagte der FT, die Bank sei "sehr auf die Einhaltung von Sanktionen konzentriert". Lloyds sagte, man halte sich an die Sanktionsgesetze, so die Zeitung weiter. Die Papiere von Lloyds GB0008706128 fielen zuletzt in London um 1,6 Prozent.
FĂŒr die Aktien von Vodafone GB00BH4HKS39 ging es um mehr als ein Prozent nach unten. Der britische Telekommunikationsanbieter hatte zwar im dritten GeschĂ€ftsquartal beim Umsatz positiv ĂŒberrascht. Analysten wiesen aber auf UnwĂ€gbarkeiten wie den Gegenwind durch die Regulierung des Kabelfernsehens in Deutschland und die gescheiterte Fusion des italienischen GeschĂ€fts hin.
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