Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: Erholung hÀlt an - London bleibt auf Rekordkurs

08.05.2024 - 18:11:20

Europas Börsen haben auch am Mittwoch ihre Erholung fortgesetzt.

Beim wichtigsten britischen Index, dem FTSE 100 GB0001383545, auch "Footsie" genannt, ging der Rekordlauf weiter.

UnterstĂŒtzung kam erneut von Unternehmensseite. In Summe ĂŒberzeugten die vorgelegten Quartalsbilanzen abermals die Anleger. Positiv waren auch Konjunktursignale: In der grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Volkswirtschaft Deutschland schwĂ€chelte die Industrie im MĂ€rz nicht so deutlich wie erwartet. Im gesamten ersten Quartal stieg die Industrieproduktion zudem leicht.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann zum Handelsschluss 0,44 Prozent auf 5038,17 Punkte. Damit legte der Leitindex der Eurozone den nunmehr vierten Handelstag in Folge zu. FĂŒr den französischen Cac 40 FR0003500008 ging es am Mittwoch um 0,69 Prozent auf 8131,41 Punkte hoch

Am Londoner Markt erklomm der FTSE 100 GB0001383545 im Verlauf die nÀchste Bestmarke. Er schloss mit plus 0,49 Prozent auf 8354,05 ZÀhler. Fluggesellschaften waren im "Footsie" ganz vorne mit dabei: IAG ES0177542018 gewannen 3,7 Prozent, Easyjet GB00B7KR2P84 legten um 2,9 Prozent zu.

Besonders gefragt waren zur Wochenmitte Aktien aus der Nahrungsmittel- und GetrÀnkebranche. So gewannen die Papiere von Ahold Delhaize NL0011794037 als einer der stÀrksten Werte im EuroStoxx 2,2 Prozent. AB Inbev BE0003793107 stiegen an der Index-Spitze um rund vier Prozent.

Die GeschĂ€fte des Supermarktbetreibers Ahold hatten sich in einem schwierigen Konsumfeld zum Jahresstart stabil entwickelt. Analyst William Woods von Bernstein Research sprach von starken Resultaten in einem schwierigen Umfeld. Der weltgrĂ¶ĂŸte Bierbrauer AB Inbev war trotz weiterhin schwacher GeschĂ€fte in den USA besser als befĂŒrchtet in das Jahr 2024 gestartet. Analyst Edward Mundy von Jefferies sprach von einer starken Gewinnentwicklung beim Hersteller von Bieren wie Beck's, Budweiser und Stella Artois.

Besondere Aufmerksamkeit wurde den Papieren des angeschlagenen französischen Bahntechnikkonzerns Alstom FR0010220475 zuteil, die mit plus 9,4 Prozent aus dem Handel gingen. Nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen, einem den Erwartungen entsprechenden Ausblick sowie einer angekĂŒndigten milliardenschweren Kapitalerhöhung war der Kurs zum Handelsstart noch abgestĂŒrzt. Die dann erfolgte Kurssteigerung wurde am Markt vor allem mit einem "Short Squeeze" begrĂŒndet - also hohe, sich selbst verstĂ€rkende Kursgewinne. Auslöser sind Spekulanten, die bisher durch LeerverkĂ€ufe auf fallende Kurse gesetzt hatten und diese Position nun rasch auflösen mĂŒssen, um nicht noch mehr Kapital zu verlieren.

@ dpa.de | EU0009658145 BöRSEN/AKTIEN