Arbeit, Deutschland

Neuer Warnstreik begleitet vierte Tarifrunde bei VW

09.12.2024 - 05:50:05 | dpa.de

Europas größter Autobauer Volkswagen DE0007664039 steht am Montag vor einem erneuten flächendeckenden Warnstreik.

Parallel zur vierten Tarifrunde ruft die IG Metall zu befristeten Arbeitsniederlegungen an allen deutschen VW DE0007664039-Standorten außer Osnabrück auf. In Wolfsburg ist unmittelbar vor Verhandlungsbeginn eine Protestkundgebung mit der IG-Metall-Vorsitzenden Christiane Benner geplant.

Der Beginn der Verhandlungen in der Volkswagen Arena verzögert sich dadurch. Erst um 12.30 Uhr sollen die Gespräche beginnen. Die IG Metall wehrt sich gegen milliardenschwere Einschnitte bei Volkswagen. VW fordert von den Mitarbeitern zehn Prozent Lohnkürzung. Auch Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen stehen im Raum.

IG Metall droht mit weiterer Eskalation

Die Gewerkschaft verlangt den Erhalt aller Standorte und eine Beschäftigungsgarantie für die rund 130.000 Mitarbeiter. Lohnkürzungen lehnt die IG Metall ab. Von der Verhandlungsrunde am Montag erwartet Betriebsratschefin Daniela Cavallo nun eine Weichenstellung: Entweder gebe es eine Annäherung oder eine weitere Eskalation.

Am vergangenen Montag waren bereits fast 100.000 Mitarbeiter für zwei Stunden in den Warnstreik getreten. Betroffen waren dieselben neun Standorte, an denen auch nun wieder zum Ausstand aufgerufen wird: Wolfsburg, Zwickau, Hannover, Emden, Kassel-Baunatal, Braunschweig, Salzgitter und Chemnitz sowie die "Gläserne Manufaktur" in Dresden. Nur das Werk in Osnabrück fällt nicht unter den Haustarifvertrag, um den derzeit gerungen wird.

Bisher nur geringe Streikauswirkungen

VW hatte nach dem ersten Warnstreik von nur geringen Produktionsausfällen gesprochen. "Die Auswirkungen hielten sich in Grenzen", sagte ein Sprecher. Auch mit Blick auf den zweiten Warnstreik erklärte VW, man wolle die Auswirkungen so gering wie möglich halten und habe gezielte Maßnahmen ergriffen, die eine Notversorgung sicherstellen.

de | DE0007664039 | ARBEIT | boerse | 66254354 |

Weitere Meldungen

Schwerdtner: Linke prüft Schritte gegen Grundsicherung. Die Meinungen sind gespalten. Das bisherige Bürgergeld heißt nun Grundsicherung – für Betroffene bringt das neue Regeln und mehr Druck bei der Jobsuche. (Politik, 01.07.2026 - 09:20) weiterlesen...

Mehr Druck, mehr Sanktionen: Bürgergeld wird Grundsicherung. Für sie ändert sich mit Inkrafttreten der Reform am Mittwoch vieles. Ursprünglich waren hohe Einsparungen anvisiert, dann wurde es eher ein Umbau der Hilfen für erwerbsfähige Langzeitarbeitslose. (Politik, 30.06.2026 - 06:56) weiterlesen...

Lies: VW könnte China-Modelle in Deutschland bauen. Wie reagiert der Autoriese auf die wachsende Konkurrenz aus China? Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies plädiert für neue Wege. Zehntausende weitere Jobs bei Volkswagen sollen in Gefahr sein. (Wirtschaft, 27.06.2026 - 04:30) weiterlesen...

Bericht: VW verschärft Sparkurs – Widerstand angekündigt. Viele Mitarbeiter des Konzerns verspüren Verunsicherung. Sind bis zu 100.000 Jobs bei VW in Gefahr? IG Metall und Betriebsrat schlagen Alarm und sprechen von «unverantwortlichen Drohungen». (Politik, 26.06.2026 - 15:00) weiterlesen...

Mercedes verschärft Sparkurs - was auf Beschäftigte zukommt. Der Autobauer verkündet eine Sofortmaßnahme - und schlägt mehr Arbeit für das gleiche Geld vor. Mercedes-Benz will die Kosten in Deutschland weiter senken. (Wirtschaft, 26.06.2026 - 13:13) weiterlesen...

Bericht: VW will weitere 50.000 Stellen streichen Laut einem Medienbericht plant VW drastische Einschnitte: Vier Werke in Deutschland stehen auf der Kippe, insgesamt könnten weltweit bis zu 100.000 Jobs wegfallen. (Politik, 26.06.2026 - 10:36) weiterlesen...