Europa Schluss: Zu viele Belastungsfaktoren lassen Kurse absacken
16.04.2024 - 18:19:03 | dpa.deDer Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang MĂ€rz. Er bĂŒĂte 1,35 Prozent auf 4916,99 Punkte ein. Der Anfang April erreichte höchste Stand seit dem Jahr 2000 bei 5121 ZĂ€hlern rĂŒckt in immer gröĂere Ferne.
Marktbeobachter fĂŒhrten gleich mehrere GrĂŒnde fĂŒr die breit gestreuten Verluste ins Feld. "Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik in den USA hat sich gestern noch mehr verflĂŒchtigt", schrieb Analyst Pierre Veyret vom Broker Activtrades. Er verwies auf ĂŒberraschend starke Zahlen des US-Einzelhandels im MĂ€rz, die gegen baldige Zinssenkungen durch die Notenbank sprĂ€chen.
Hinzu kĂ€men Konjunkturdaten aus China, die unter dem Strich eher auf eine schwache Verfassung der Wirtschaft hindeuteten, so der Experte. Und schlieĂlich gingen von den Konflikten im Nahen Osten Unsicherheiten fĂŒr die Börsen aus. "Mit all dem im Hinterkopf ĂŒberrascht es nicht, dass Anleger keine Lust auf Risiken haben", urteilt Veyret.
Der französische Cac 40 FR0003500008 bĂŒĂte 1,40 Prozent auf 7932,61 ZĂ€hler ein, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 1,82 Prozent auf 7820,36 Punkte fiel.
Die Vorsicht der Investoren spiegelte sich darin wider, dass Sektoren mit stabilen ErtrÀgen wie Telekommunikation EU0009658947, Versorger EU0009658962 und Nahrungsmittelhersteller EU0009658749 deutlich weniger unter Druck gerieten als solche.
Dagegen erwischte es die Rohstofftitel EU0009658624 ĂŒberdurchschnittlich stark, sie gelten als besonders konjunkturabhĂ€ngig. ArcelorMittal LU1598757687 sackten um fast 7 Prozent ab. Die Deutsche Bank strich die Kaufempfehlung fĂŒr die Aktien des Stahlherstellers.
Aktien von UBS CH0244767585 standen mit 2,7 Prozent Abschlag unter Druck. Grund dafĂŒr waren anhaltende Sorgen, dass die Bankenregulierung fĂŒr die GroĂbank sehr teuer werden könnte.
Aktien von LVMH FR0000121014 verloren 1,6 Prozent. Hier könnten sich Anleger bereits fĂŒr die UmsĂ€tze des Luxuswarenkonzerns im ersten Quartal positioniert haben, die am Abend nach Börsenschluss veröffentlicht wurden. Die Anteile des Kontrahenten Kering FR0000121485 verloren 2,8 Prozent.
Zu den wenigen Gewinnern zĂ€hlten die Aktien von Ericsson SE0000108656. Sie reagierten mit 1,8 Prozent Aufschlag auf die Zahlen zum ersten Quartal. Nach EinschĂ€tzung der Analysten von JPMorgan US46625H1005 hat sich der NetzwerkausrĂŒster in einem schwierigen Markt zuletzt gut geschlagen.
So schÀtzen die Börsenprofis Börsen/Aktien Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

