Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Verluste - Unsicherheit belastet

12.11.2024 - 12:14:26

Europas wichtigste AktienmÀrkte haben nach den Gewinnen zu Wochenbeginn am Dienstag wieder nachgegeben.

Unsicherheiten ĂŒber die wirtschaftspolitischen Folgen der Regierung des kĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten Donald Trump belasteten. Die US-Futures deuteten zudem auf Abgaben in Übersee hin.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab am Mittag um 1,01 Prozent auf 4.805,21 Punkte nach. Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 sank um 0,91 Prozent auf 11.794,10 ZĂ€hler. FĂŒr den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um ein Prozent auf 8.042,40 Punkte nach unten.

Die Unsicherheit an den MĂ€rkten spiegelte sich in den jĂŒngsten ZEW-Konjunkturerwartungen wider. Diese hatten sich unerwartet eingetrĂŒbt. "Die ZurĂŒckhaltung der Experten ist angebracht, denn mit der Wahl von Donald Trump steigt die Unsicherheit", stellte Volkswirt Michael Herzum von der Fondsgesellschaft Union Investment fest. "Die Herausforderungen fĂŒr das Wachstum in Europa und Deutschland waren bereits groß - unter dem Licht einer Trump-PrĂ€sidentschaft dĂŒrften sie noch grĂ¶ĂŸer werden."

Verluste erlitten exportorientierte Branchen wie Rohstoffe, Chemie und Luxus. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer DE000BAY0017 sackte nach Zahlen um zehn Prozent ab. Ein weiter trĂ€ges AgrargeschĂ€ft mit schwachen Glyphosat-VerkĂ€ufen stimmt das Unternehmen vorsichtiger fĂŒr das laufende Jahr. Wegen der AgrarschwĂ€che musste Bayer einmal mehr Milliarden abschreiben und bleibt auch fĂŒr 2025 vorsichtig. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Milliardenverlust.

Der Telekomsektor litt unter den Verlusten von Vodafone GB00BH4HKS39. Nach Zahlen fiel der Wert um 4,5 Prozent. Das Deutschland-GeschĂ€ft des britischen Telekomkonzerns sei wie befĂŒrchtet schwach ausgefallen, schrieb Analyst Polo Tang von der UBS. Wegen einer GesetzesĂ€nderung muss der Telekommunikationsanbieter erhebliche Einbußen in seinem FernsehgeschĂ€ft hinnehmen. Im zweiten Quartal sei der Bestand an TV-Kunden um rund 2,2 Millionen auf 8,9 Millionen gesunken, teilte die Deutschlandtochter des britischen Vodafone-Konzerns mit. Das war ein deutlich stĂ€rkeres Minus als im ersten Quartal.

Besser sah es bei einem anderen britischen Unternehmen aus. Eine hohe Nachfrage vor allem nach Medikamenten gegen Krebs und seltene Krankheiten sorgte bei dem Pharmakonzern Astrazeneca GB0009895292 fĂŒr wachsenden Optimismus. Im dritten Quartal fielen Umsatz und Gewinn des Arzneimittelherstellers besser aus als von Analysten erwartet. Zudem hob der Konzern seine Jahresziele an. Dennoch gab die Aktie nach anfĂ€nglichen Gewinnen zuletzt um 0,8 Prozent nach.

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