Europa Schluss: Stabil nach Verlusten - LVMH-Gewinne stĂŒtzen
17.04.2024 - 18:26:56Kursgewinne des Schwergewichts LVMH FR0000121014 trugen dazu bei, dass der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 am Mittwoch mit einem Minus von 0,06 Prozent auf 4914,13 Punkte den Handel beendete. Im frĂŒhen GeschĂ€ft war er noch auf den tiefsten Stand seit Anfang MĂ€rz gerutscht, erholte sich anschlieĂend aber wieder etwas.
Der französische Cac 40 FR0003500008 gewann hingegen 0,62 Prozent 7981,51 auf ZÀhler. Hier wogen die AufschlÀge der LVMH-Aktien noch schwerer als im EuroStoxx 50. Der britische FTSE 100 GB0001383545 legte um 0,35 Prozent auf 7847,99 Punkte zu.
"Die Ungewissheit und Angst vor einem FlĂ€chenbrand im Nahen Osten dĂŒrfte die Börse noch eine Weile beschĂ€ftigen", merkte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robomarkets an. In den kommenden Tagen sollten die Quartalszahlen der Unternehmen diesseits und jenseits des Atlantiks mehr und mehr die Aufmerksamkeit der Anleger beanspruchen.
Zur Wochenmitte brachten Quartalszahlen Licht und Schatten. Die Ergebnisse von Adidas DE000A1EWWW0 und LVMH kamen gut an, ASML enttĂ€uschten dagegen. Das spiegelte sich in den Kursen der jeweiligen Aktien wider. So kletterten LVMH FR0000121014 um 2,8 Prozent nach oben. Da die Stimmung der Anleger vor den Zahlen recht gedrĂŒckt gewesen sei, stelle das Zahlenwerk eine positive Ăberraschung dar, merkte die Barclays Bank an.
Noch besser sah es bei Adidas aus, deren Aktien um 8,6 Prozent nach oben sprangen. Analysten lobten die Entwicklung der Herzogenauracher: Die Eckdaten bestÀtigten die anziehende GeschÀftsdynamik, schrieb Zuzanna Pusz von UBS. Adidas biete eine der besten Wachstumsstorys der Branche.
ASML NL0010273215 sackten dagegen um 6,7 Prozent ab und zogen den europĂ€ischen Technologiesektor nach unten. Die Analysten von Stifel bezeichneten die Quartalszahlen zwar als insgesamt gut, der Ausblick auf das zweite Quartal habe aber enttĂ€uscht. Der Leitindex der Amsterdamer Börse, in dem ASML das gröĂte Gewicht haben, verlor rund 1 Prozent.
Der am Vortag noch schwache Rohstoffsektor profitierte von den Gewinnen von Rio Tinto GB0007188757, der Kurs stieg um 2,6 Prozent. Der Bergbaukonzern habe zwar nur ein durchwachsenes Zahlenwerk vorgelegt, schrieb Analyst Matt Greene von Goldman Sachs. Dennoch scheine das obere Ende der Spanne fĂŒr 2024 immer noch erreichbar zu sein.

