Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Schwacher US-Markt macht Anleger vorsichtiger

16.04.2024 - 12:11:08 | dpa.de

Europas wichtigste AktienmÀrkte sind am Dienstag der Wall Street gefolgt und haben deutlich nachgeben.

"Die Investoren sind sehr nervös, da es in diesem Handelsumfeld sehr viel zu verlieren und nur wenig zu gewinnen gibt", betonte Marktexperte Andreas Lipkow.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 sank am Mittag um 1,4 Prozent auf 4914,84 Punkte. Der französische Cac 40 FR0003500008 bĂŒĂŸte 1,32 Prozent auf 7938,62 ZĂ€hler ein, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 1,46 Prozent auf 7849,10 Punkte fiel.

Mit dem nĂ€her rĂŒckenden Mai, der nicht selten eine Korrektur an den Börsen mit sich bringt, scheint die Anleger der Mut zu verlassen. Die SchnĂ€ppchenjĂ€ger, die bei nur ein- oder zweihundert Punkten Minus schon wieder eingestiegen seien, blieben dem Markt auf einmal fern, stellte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest.

Die neue Vorsicht spiegelte sich in der relativen StÀrke defensiver Sektoren wider. Aktien aus den Bereichen Telekommunikation, Versorger und Nahrungsmittelhersteller lagen deutlich weniger im Minus als der Gesamtmarkt.

Dagegen erwischte es die Rohstofftitel ĂŒberdurchschnittlich stark. ArcelorMittal LU1598757687 sackten um ĂŒber sechs Prozent ab. Die rekordhohen chinesischen Stahlexporte seien eine schlechte Nachricht fĂŒr Europas Hersteller, schrieb Analyst Moses Ola von JPMorgan. Er senkte seine Stahlpreisprognosen und liegt mit seinen operativen Ergebnisannahmen unter den KonsensschĂ€tzungen.

Im Chemiebereich ging es mit den Sika-Aktien um ein Prozent nach unten. Dabei hatten die am Morgen vom Hersteller von Bauchemikalien vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal die Analysten mehrheitlich positiv ĂŒberrascht. Der AbwĂ€rtssog war nach der US-SchwĂ€che vom Vorabend aber zu stark, zumal dem Unternehmen die FrankenstĂ€rke zu schaffen macht.

Auch Aktien der UBS CH0244767585 standen mit drei Prozent Abschlag unter Druck. Grund dafĂŒr waren anhaltende Sorgen, dass die Bankenregulierung fĂŒr die Großbank sehr teuer werden dĂŒrfte.

Andere Minuszeichen unter den Schweizer Standardwerte lagen dagegen grĂ¶ĂŸtenteils an den DividendenausschĂŒttungen der betreffenden Unternehmen. Sowohl Adecco CH0012138605 als auch Swiss Re CH0126881561 gaben ohne BerĂŒcksichtigung der Dividenden weit weniger stark nach, als es die Kurstafel anzeigte.

Zu den wenigen Gewinnern zĂ€hlten die Aktien von Ericsson SE0000108656. Sie reagierten mit sechs Prozent Aufschlag auf die Zahlen zum ersten Quartal. Nach EinschĂ€tzung der Analysten von JPMorgan hatte der Umsatz des NetzwerkausrĂŒsters zwar leicht unter den Erwartungen gelegen. Aber RestrukturierungsbemĂŒhungen und Kostendisziplin hĂ€tten zu besser als erwarteten Ergebnissen gefĂŒhrt. In einem schwierigen Markt halte sich das Unternehmen gut.

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