Eurowings, Steuersenkung

Eurowings gibt Steuersenkung nicht vollstÀndig weiter

Veröffentlicht am: 02.06.2026 um 13:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Fluggesellschaft Eurowings will die Absenkungen bei der Luftverkehrsteuer nicht vollstÀndig an die Passagiere weitergeben.

Insgesamt sei die Lufthansa DE0008232125-Tochter mit starken Kostensteigerungen konfrontiert, sagt der neue Airline-Chef Max Kownatzki. Die Steuern wie auch höhere GebĂŒhren oder die stark gestiegenen Kerosinpreise fließen nach seiner Darstellung zusammen in die Bildung des Bruttopreises ein, der von den Kunden verlangt werde. Daher habe man auch im Zuge des Iran-Kriegs keine extra ausgewiesenen KerosinzuschlĂ€ge verlangt.

Der Bundestag hatte im Mai die letzte Erhöhung der Luftverkehrsteuer wieder zurĂŒckgenommen. FĂŒr Kurzstrecken sinkt der Steuersatz zum 1. Juli um 2,50 Euro pro Ticket.

Die Kostensteigerungen könne Eurowings aktuell nur etwa zur HĂ€lfte an die Passagiere weitergeben, sagte Kownatzki. In den vergangenen zwei Jahren seien die Kosten um einen zweistelligen Prozentsatz hochgegangen, wĂ€hrend die Preise nur einstellig gestiegen seien. Der Airline-Manager verlangte weitere Entlastungen bei Steuern, Abgaben und FlughafengebĂŒhren in Deutschland. Dann könne man auch weitere Flugzeuge etwa in Berlin oder Hamburg starten lassen.

Kerosin-Versorgung ist gesichert

Sollten die gegenwĂ€rtigen Bedingungen anhalten, werde Eurowings aufs Gesamtjahr profitabel bleiben, sagte Kownatzki. Er erneuerte Aussagen, dass die Versorgung mit Treibstoff fĂŒr den gesamten Sommerflugplan gesichert sei. "Wir werden fĂŒr einen stabilen Flugbetrieb sorgen, und unsere GĂ€ste können ihren Sommerurlaub mit gutem GefĂŒhl planen."

Die Unsicherheit der Passagiere ĂŒber die Kerosin-Versorgung weiche, was große Auswirkungen auf die laufende Sommersaison habe, die zuvor von Buchungs-ZurĂŒckhaltung geprĂ€gt gewesen sei. So lĂ€gen fĂŒr das Top-Ziel Mallorca die BuchungsstĂ€nde inzwischen 9 Prozent ĂŒber dem Vorjahreszeitraum, nachdem es vor wenigen Wochen noch einen RĂŒckstand von 20 Prozent gegeben habe. Die Insel gelte vielen Urlaubern offenbar als verlĂ€sslicher RĂŒckzugsort. Eurowings fliegt den Flughafen Palma im Sommer mehr als 400 Mal in der Woche an.

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