Eurozone: Inflationsrate sinkt wie erwartet auf 2,8 Prozent
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 11:23 Uhr | dpa.deIm Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte. Damit wurde eine erste SchÀtzung wie von Volkswirten erwartet bestÀtigt. Im Mai hatte die Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen.
Die EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an. Die EZB dĂŒrfte daher laut Ăkonomen im weiteren Jahresverlauf die Leitzinsen nochmals anheben. Auf der Sitzung am kommenden Donnerstag wird allerdings eine BestĂ€tigung des Leitzinses erwartet.
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs hatten die Inflation in den vorangegangenen Monaten deutlich nach oben getrieben. So hatte im Februar die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Im Juni schwĂ€chte sich der Anstieg der Energiepreise auf 8,5 Prozent ab. Im Vormonat hatte der Anstieg noch bei 10,8 Prozent gelegen. Allerdings haben die Ălpreise im Juli wieder angezogen.
Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfÀllige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, gab ebenfalls nach. Sie fiel von 2,6 auf 2,4 Prozent. Auch hier wurde eine erste SchÀtzung bestÀtigt.
Im Vergleich zum Vormonat fiel das Preisniveau insgesamt im Juni um 0,1 Prozent. Auch hier wurde eine erste SchÀtzung bestÀtigt. Die Kernverbraucherpreise stiegen um 0,2 Prozent zum Vormonat. Die Energiepreise sanken im Monatsvergleich um 1,8 Prozent.
