EZB-PrÀsidentin, Lagarde

EZB-PrÀsidentin Lagarde: Gehe nicht vor 2027

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 15:45 Uhr | dpa.de

EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde ist erneuten Spekulationen ĂŒber einen vorzeitigen RĂŒckzug von der Notenbankspitze entgegengetreten.

Sie werde nicht vor 2027 gehen, sagte Lagarde nach der Sitzung des Rates der EuropÀischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. "Wenn sich am Horizont Wolken abzeichnen, bleibt der KapitÀn auf dem Schiff. Und es sind Wolken am Horizont zu sehen", bekrÀftigte die Französin.

Lagardes achtjĂ€hrige Amtszeit als EZB-PrĂ€sidentin endet regulĂ€r Ende Oktober 2027. Anfang Juli hatte Lagarde einen vorzeitigen RĂŒcktritt von ihrem EZB-Amt mit Verweis auf die PrĂ€sidentschaftswahlen in ihrem Heimatland Frankreich nicht ausgeschlossen. "Das ist möglich", sagte sie der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" auf die Frage, ob dies eine Option sei, falls die Unsicherheit nachlasse. "Ich glaube, dass in der französischen PrĂ€sidentschaftsdebatte eine europĂ€ische Stimme zu hören sein muss."

Bereits im Februar hatte die "Financial Times" berichtet, Lagarde wolle sich vor der PrĂ€sidentschaftswahl in Frankreich im April 2027 zurĂŒckziehen. Hintergrund sind Sorgen, dass Rechtspopulisten die Wahlen in der zweitgrĂ¶ĂŸten Euro-Volkswirtschaft gewinnen könnten, was die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren könnte. Der amtierende französische PrĂ€sident Emmanuel Macron darf nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut antreten. Beobachter vermuten, dass Macron einen RĂŒcktritt Lagardes favorisiert, damit er noch Einfluss auf die Neubesetzung der EZB-Spitze nehmen kann.

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