Face ID für Mac: Schlüssel kommt vom faltbaren iPhone
27.01.2026 - 23:03:12Face ID auf dem Mac rückt näher – dank eines dünneren Sensors, der für künftige iPhones entwickelt wird. Lange warteten Nutzer vergeblich auf die Gesichtserkennung für Laptops. Jetzt könnte ein indirekter Effekt aus der Mobilfunk-Sparte den Durchbruch bringen.
Der lange Weg zur Gesichtserkennung
Seit dem Debüt auf dem iPhone X vor fast einem Jahrzehnt fehlt Face ID auf Apples Computern. Das war ein auffälliges Loch im ansonsten geschlossenen Ökosystem. Die Einführung des Display-Notchs bei den MacBook Pro Modellen 2021 schürte die Erwartungen weiter – schließlich verbirgt sich in iPhones genau dort der Sensor. Doch das bisherige TrueDepth-Kamerasystem war zu klobig für die ultraflachen Displays. Der Platzmangel blieb bis heute eine zentrale Hürde.
Falt-Handys als heimliche Treiber
Die Wende kommt offenbar von einer anderen Baustelle: dem faltbaren iPhone. Laut mehreren Berichten aus der Lieferkette drängt Apple seine Zulieferer auf die Entwicklung eines deutlich schlankeren Face-ID-Moduls. Diese Miniaturisierung sei eine Grundvoraussetzung für kommende, extrem dünne Hardware, wo jeder Millimeter zählt.
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„Die Fokussierung auf einen kleineren, kompakteren Sensor-Array ist eine zentrale Ingenieurs-Hürde für Apples nächste Mobilfunk-Produkte“, schreibt etwa Jeff Pu, Analyst bei Haitong International Securities. Diese Entwicklung habe nun einen Kaskadeneffekt – und komme direkt der MacBook Pro Linie zugute.
Endlich Platz in der Klappe
Ein Insider behauptet, dass genau dieses ultra-kompakte Modul in ein künftiges MacBook Pro mit der nächsten M6-Prozessor-Generation einziehen soll. Die Integration würde endlich den Wechsel vom Fingerabdrucksensor zur 3D-Gesichtserkennung ermöglichen. Das Laptop könnte sich dann automatisch entsperren, sobald der Nutzer den Deckel öffnet.
Bisher fehlten schlicht die entscheidenden Millimeter. Das aktuelle System aus Punktprojektor, Infrarotkamera und Flutbeleuchtung benötigte eine Tiefe, die der Display-Aufbau der MacBooks nicht hergab. Zahlreiche Patentanmeldungen bei US-Behörden zeigen jedoch, dass Apple das Konzept stets im Blick hatte. Sie skizzieren Methoden, Kameras und „Lichterkennungsmodule“ direkt in die Bildschirm-Assemblage einzubetten – oft mit einem gezeichneten Notch.
Das große Ziel: Der unsichtbare Sensor
Die dünnere Version ist nur ein Zwischenschritt. Das langfristige Ziel ist ein völlig unsichtbarer Sensor unter dem Display (Under-Display Face ID). Staranalyst Ming-Chi Kuo sieht darin einen Game-Changer für iPhones und Macs. Alle nötigen Komponenten würden dann unter den Pixeln liegen und ein nahtloses, randloses Bild ermöglichen.
Berichte aus Südkorea deuten an, dass Apple bereits die Weichen stellt. Für künftige High-End-iPhones mit OLED-Panels sollen Zulieferer Infrarot-Technik unter dem Display (UDIR) integrieren. Das Verstecken dieser Komponenten ist die Grundvoraussetzung. Die große Herausforderung bleibt, die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Erkennung – besonders bei schwachem Licht – nicht zu beeinträchtigen.
Wann ist es so weit?
Ein konkretes Datum gibt es noch nicht. Bloomberg-Journalist Mark Gurman betont zwar, Face ID komme „natürlich“ auf den Mac, sieht die Einführung aber noch einige Jahre entfernt. Der erfolgreiche Test des schlanken Moduls im faltbaren iPhone wird der entscheidende Indikator sein.
Die naheliegendste Etappe ist die Integration des dünneren Moduls in ein neu designtes MacBook Pro. Das würde eine jahrealte Nutzerforderung erfüllen und die Mac-Reihe bei der biometrischen Sicherheit endlich mit iPhone und iPad Pro gleichziehen. Die ausgefeiltere Unter-Display-Technologie dürfte später folgen, wahrscheinlich zuerst in einem Pro-iPhone. Die Reise des Face ID zum Mac zeigt eindrücklich: Innovation in einer Produktkategorie kann lang ersehnte Features in einer anderen erst möglich machen.
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