Verdi-Warnstreiks im hessischen Nahverkehr am Montag
30.01.2026 - 09:20:02Die Gewerkschaft Verdi hat die BeschĂ€ftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe in Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, GieĂen und Marburg aufgerufen, mit der FrĂŒhschicht die Arbeit niederzulegen. Damit soll den Forderungen zum Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Nachdruck verliehen werden.
Letztmalig haben die BeschĂ€ftigten des ĂPNV in Hessen im vergangenen Winter Warnstreiks organisiert. Besonders betroffen waren damals die FahrgĂ€ste in den GroĂstĂ€dten Frankfurt und Kassel.
In Frankfurt fallen nur die U- und StraĂenbahnen unter den umstrittenen Tarifvertrag. Die S-Bahnen der Deutschen Bahn AG wie auch die privatrechtlich betriebenen Busse dĂŒrften nicht bestreikt werden. In Kassel betreibt die stĂ€dtische Verkehrsgesellschaft KVG Busse und StraĂenbahnen. In den ĂŒbrigen StĂ€dten könnten Busse der kommunalen Betreiber ausfallen. In den fĂŒnf genannten Betrieben sind rund 5.200 BeschĂ€ftigte zu dem ganztĂ€gigen Warnstreik aufgerufen.
Forderungen zum Manteltarif
Die ĂPNV-Verhandlungen werden von Verdi parallel in allen BundeslĂ€ndern gefĂŒhrt. Es geht in Hessen diesmal nicht um die GehĂ€lter der BeschĂ€ftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. In Brandenburg, ThĂŒringen und dem Saarland streitet die Gewerkschaft darĂŒber hinaus auch fĂŒr höhere Löhne und GehĂ€lter. Verhandlungspartner sind die jeweiligen LandesverbĂ€nde des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV).
Am Donnerstag hatte die zweite Verhandlungsrunde in Hessen zwar ein Angebot der Arbeitgeber, aber kein Ergebnis gebracht. Verdi hat ein BĂŒndel von Forderungen aufgestellt, in dem es um SchichtzuschlĂ€ge, Eingruppierungen, Ballungsraumzulage und einen zusĂ€tzlichen Urlaubstag geht. Die Arbeitgeber sollen sich zudem bereiterklĂ€ren, ĂŒber einen weiteren Urlaubstag exklusiv fĂŒr Gewerkschaftsmitglieder zu sprechen.

