EQS-News: FamiCord AG im GeschÀftsjahr 2025 mit insgesamt solidem JahresendgeschÀft - Vorbereitung auf zunehmende makroökonomische und politische Herausforderungen (deutsch)
30.04.2026 - 12:39:31 | dpa.deFamiCord AG im GeschÀftsjahr 2025 mit insgesamt solidem JahresendgeschÀft - Vorbereitung auf zunehmende makroökonomische und politische Herausforderungen
EQS-News: FamiCord AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Jahresbericht
FamiCord AG im GeschÀftsjahr 2025 mit insgesamt solidem JahresendgeschÀft -
Vorbereitung auf zunehmende makroökonomische und politische
Herausforderungen
30.04.2026 / 12:39 CET/CEST
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FamiCord AG im GeschÀftsjahr 2025 mit insgesamt solidem JahresendgeschÀft -
Vorbereitung auf zunehmende makroökonomische und politische
Herausforderungen
* Umsatzerlöse steigen 2025 um 7,3 Prozent auf 88,2 Millionen Euro und
unterstreichen damit insgesamt positive Entwicklung der operativen
Optimierung der Firma
* EBITDA steigt 2025 um 12,3 Prozent auf 10,6 Millionen Euro bei Anstieg
der EBITDA-Marge auf 12,0 Prozent
* Zunehmender makroökonomische und politischer Gegenwind im ersten Quartal
deuten auf erhöhten Druck und verhaltene Entwicklung im
NeukundengeschĂ€ft fĂŒr 2026 hin
Leipzig, 30 April 2026 - Die FamiCord AG, Europas fĂŒhrende Zellbank und die
drittgröĂte weltweit, verzeichnete im vierten Quartal ein solides
JahresendgeschÀft und schloss das GeschÀftsjahr 2025 insgesamt operativ
erfolgreich ab. Ab der zweiten HĂ€lfte des vierten Quartals sah sich das
Unternehmen jedoch erheblichem makroökonomischem und politischem Gegenwind
ausgesetzt, der sich auch deutlich auf das gesamte erste Quartal des neuen
GeschÀftsjahres 2026 auswirkte.
Im vierten Quartal 2025 ging der Konzernumsatz aufgrund dieses verstÀrkten
Gegenwinds im Dezember leicht auf 21,8 Mio. EUR zurĂŒck (Q4 2024: 21,9 Mio.
EUR). FĂŒr das Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz um 7,3 Prozent auf rund 88,2
Mio. EUR (2024: 82,2 Mio. EUR). DemgegenĂŒber entwickelte sich das
Bruttoergebnis sowohl im Quartal als auch im Gesamtjahr weiterhin sehr
positiv. Dank erfolgreicher Preisanpassungen und einer weiterhin strikten
Kostenkontrolle hat es sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als
verdoppelt und stieg im Gesamtjahresvergleich um 22,0 Prozent auf 47,0 Mio.
EUR (2024: 38,5 Mio. EUR).
Der Nettobetrag der in Rechnung gestellten Dienstleistungen (B2C) stieg
leicht an und erhöhte sich im Gesamtjahr um 1,5 Prozent auf 74,7 Mio. EUR
(2024: 73,6 Mio. EUR). Dabei stiegen die jÀhrlich wiederkehrenden Zahlungen
erneut ĂŒberproportional stark um 7,0 Prozent auf 22,7 Mio. EUR (2024: 21,2
Mio. EUR), was den anhaltenden Trend zu abonnementbasierten UmsÀtzen im
GeschÀftsmodell der Gruppe unterstreicht.
Das Quartals-EBITDA aus fortgefĂŒhrten GeschĂ€ftsbereichen blieb mit 1,9 Mio.
EUR leicht unter Vorjahresniveau, wobei auch die EBITDA-Marge mit 8,6
Prozent unter Vorjahresniveau blieb. FĂŒr das Jahr 2025 stieg das EBITDA um
12,3 Prozent auf 10,6 Mio. EUR (2024: 9,4 Mio. EUR), bei einem
entsprechenden Margenanstieg auf 12,0 Prozent (2024: 11,5 Prozent). Die
deutliche Verbesserung der ProfitabilitÀt im Vergleich zum Vorjahr beruht in
erster Linie auf einer Verbesserung der Umsatzentwicklung, der Optimierung
der Vertragsstrukturen und einer strikten Kostendisziplin in Verwaltung,
Marketing und Vertrieb sowie - in geringerem MaĂe - auf den Effekten der
Akquisitionen in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Das
Periodenergebnis aus fortgefĂŒhrten GeschĂ€ftsbereichen entwickelte sich im
Vergleich zum Vorjahr insgesamt positiv. Nachdem es im dritten Quartal in
den positiven Bereich gedreht hatte, fiel es fĂŒr das Gesamtjahr 2025 jedoch
deutlich auf -5,0 Mio. EUR zurĂŒck, was vor allem auf erhebliche nicht
zahlungswirksame Wertminderungen auf Firmenwerte (Goodwill) in Höhe von 5,0
Mio. EUR zurĂŒckzufĂŒhren ist.
"RĂŒckblickend hat FamiCord 2025 bei seiner operativen Entwicklung gute
Fortschritte gemacht. Wir waren ĂŒber den gröĂten Teil des Jahres voll auf
Kurs", erklÀrt Jakub Baran, CEO der FamiCord AG. "Leider trat ab der zweiten
HĂ€lfte des vierten Quartals eine erhebliche Verschlechterung der
Verbraucherstimmung zutage, was zu einer plötzlichen und tiefgreifenden
ZurĂŒckhaltung im NeukundengeschĂ€ft fĂŒhrte. Dies verursachte eine spĂŒrbare
Trendwende in unserer bislang zunehmend guten GeschÀftsentwicklung."
Die zunehmende ZurĂŒckhaltung trat in fast allen MĂ€rkten auf, in denen das
Unternehmen tÀtig ist, was ein recht ungewöhnliches Muster darstellt. Der
Trend wurde durch eine schwache Entwicklung in SĂŒd- und Mitteleuropa
angefĂŒhrt, wĂ€hrend sich ein robustes Nachfragewachstum auf die GCC-Region
und einige wenige MÀrkte in Osteuropa beschrÀnkte.
Die Kennzahlen zur GeschÀftsentwicklung zeigten sich wie folgt:
IFRS, in TEUR Q4 Q4 GJ GJ GJ
2025 2024 2025 2024
Umsatzerlöse 21.808 21.920 88.173 82.181 7,3%
Bruttoergebnis 5.775 2.469 47.026 38.541 22,0%
EBITDA (fortgef. Gesch.bereiche) 1.881 2.069 10.599 9.440 12,3%
EBITDA-Marge [%] 8,6% 9,4% 12,0% 11,5% +0,5P-
P
EBIT -5.132 -9.352 -2.680 -8.483 -68,4-
%
Periodenergebnis (fortgef. -6.773 -11.45- -5.017 -11.58- -56,7-
Gesch.bereiche) 6 8 %
Ergebnis je Aktie [in EUR] -0,37 -0,66 -0,26 -0,66 -59,7-
%
Operativer Cashflow -- -- 3.595 8.655 -58,5-
%
Liquide Mittel (vs. 31.12.2024) -- -- 11.878 16.823 -29,4-
%
Ein wesentliches Element der operativen Entwicklung im Jahr 2025 bleibt die
VerÀnderung in den Vertragsstrukturen des Unternehmens. Der Trend, dass
wiederkehrende UmsÀtze aus AbonnementvertrÀgen deutlich stÀrker wachsen als
aus Prepaid-VertrÀgen und VertragsverlÀngerungen, setzte sich das ganze Jahr
ĂŒber fort. Anders als im Jahr 2024, als das Wachstum von Prepaid-VertrĂ€gen
getragen wurde, hat sich der Anteil der Abonnements nun deutlich erhöht. Der
höhere Anteil an Abonnementmodellen erhöht die StabilitÀt und VisibilitÀt
der langfristigen Umsatzbasis des Unternehmens weiter, belastet jedoch
gleichzeitig die Cashflow-Entwicklung im Jahr 2025. Diese Verschiebung im
Vertragsmix hin zu Abonnementmodellen fĂŒhrte zu einem erheblichen RĂŒckgang
des operativen Cashflows um
58,5 Prozent auf 3,6 Mio. EUR fĂŒr das Gesamtjahr (2024: 8,7 Mio. EUR). Der
Konzern steuert sein Cashflow-Profil und sein Working Capital aktiv, um eine
ausreichende LiquiditÀt und finanzielle FlexibilitÀt sicherzustellen.
Infolgedessen sanken die Zahlungsmittel und ZahlungsmittelÀquivalente um
29,4 Prozent auf 11,9 Mio. EUR (31.12.2024: 16,8 Mio. EUR), lagen jedoch
leicht ĂŒber dem Vorquartal (30.09.2025: 11,3 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote des Konzerns wird entsprechend ebenfalls durch diese
Entwicklung belastet. Das Eigenkapital verringerte sich im Jahr 2025 um
netto 7,5 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR (31.12.2024: 12,9 Mio. EUR). Aufgrund
der gestiegenen Bilanzsumme von 161,8 Mio. EUR (31.12.2024: 152,7 Mio. EUR)
sank die Eigenkapitalquote von 8,5 Prozent zum Jahresende 2024 auf 3,3
Prozent zum 31. Dezember 2025. Dies ist in erster Linie auf die Entwicklung
des Periodenergebnisses, die Ausweitung der Bilanzsumme infolge der Zunahme
der Fremdfinanzierung, der Erfassung von Vertragsverbindlichkeiten und
potenziellen RĂŒckzahlungsverpflichtungen sowie auf Wertminderungen des
Goodwills zurĂŒckzufĂŒhren. Der Vorstand beobachtet die Kapitalstruktur des
Konzerns aufmerksam und prĂŒft aktiv MaĂnahmen zur StĂ€rkung der Bilanz und
zur Wahrung der finanziellen StabilitÀt.
Wie bereits mitgeteilt, konzentriert sich FamiCord weiterhin verstÀrkt auf
sein KerngeschÀft, die Einlagerung von familiÀren Stammzellen. AktivitÀten
im Zusammenhang mit CAR-T-Zelltherapien haben auf Konzernebene keine
PrioritĂ€t mehr und werden daher nicht mehr im Konzern-EBITDA berĂŒcksichtigt,
sondern separat als aufgegebene GeschÀftsbereiche ausgewiesen. Diese klare
Fokussierung ermöglicht es dem Unternehmen, die Aufmerksamkeit des
Managements und die finanziellen Ressourcen auf Bereiche zu konzentrieren,
die die beste Kombination aus Wachstumspotenzial und ErtragsqualitÀt bieten.
Der Vorstand beurteilt das wirtschaftliche Umfeld in Europa mit zunehmender
Vorsicht. Neben dem allgemeinen Grundtrend kontinuierlich niedriger
Geburtenraten in den wichtigsten MĂ€rkten Europas zeigt die
GeschÀftsentwicklung im ersten Quartal 2026 einen erhöhten Druck und eine
verhaltene Entwicklung im NeukundengeschÀft. Die Fortsetzung des Krieges in
der Ukraine spiegelt sich spĂŒrbar in einer zunehmenden Unsicherheit bei
potenziellen Kunden wider und wirkt sich entsprechend weiterhin belastend
auf die GeschĂ€ftsentwicklung des Unternehmens aus. DarĂŒber hinaus haben die
seit den US-Wahlen zu beobachtenden politischen VerÀnderungen zu erheblichen
makroökonomischen Unsicherheiten und einer tendenziellen Zunahme globaler
politischer Krisen gefĂŒhrt, was die allgemeine Verbraucherstimmung weiter
verschlechtert hat. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026 hat sich zudem der Krieg im
Iran als bedeutender neuer Unsicherheitsfaktor herauskristallisiert. Derzeit
lÀsst sich noch nicht abschÀtzen, inwieweit die daraus resultierenden
steigenden Energiepreise in Europa zu einer weiteren ZurĂŒckhaltung der
Verbraucher bei ihrer Ausgabebereitschaft fĂŒhren werden, was sich
voraussichtlich dÀmpfend auf die Nachfrage nach den Dienstleistungen des
Konzerns auswirken dĂŒrfte. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sowie
weiterer externer Faktoren ist davon auszugehen, dass die ZurĂŒckhaltung der
Verbraucher tendenziell weiter zunehmen wird.
Auf Basis aktueller Planungen erwartet das Unternehmen fĂŒr das Gesamtjahr
2026 einen Umsatz in einer Bandbreite von 80 bis 90 Mio. EUR und ein EBITDA
in einer Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Mio. EUR. Diese Prognose geht zudem von
weitgehend stabilen Wechselkursen des Euro gegenĂŒber dem polnischen Zloty
und den anderen WĂ€hrungen (HUF, RON, TRY, GBP) aus. Etwaige Effekte aus
potenziellen Akquisitionen und damit verbundene Transaktionskosten sind in
dieser Prognose nicht berĂŒcksichtigt.
Der Vorstand der FamiCord AG steht institutionellen Anlegern, Analysten und
Pressevertretern heute um 16:00 Uhr MESZ in einer Videokonferenz fĂŒr weitere
Informationen zur GeschĂ€ftsentwicklung zur VerfĂŒgung. Um sich fĂŒr die
Videokonferenz anzumelden, senden Sie bitte eine E-Mail an die Abteilung
Investor Relations (ir@famicord.com).
Der vollstÀndige GeschÀftsbericht 2026 der FamiCord AG wird im Laufe des
Tages auf der Website des Unternehmens unter
https://ir.famicord.com/financial-report/2025/ zum Download bereitstehen.
Weitere Informationen zu FamiCord und ihren verbundenen
Tochtergesellschaften finden Sie unter www.famicord.com.
Kontakt:
FamiCord AG
Ingo Middelmenne
Head of Investor Relations
Telefon: +49 (0341) 48792 40
E-Mail: ingo.middelmenne@famicord.com
Unternehmensprofil
FamiCord (ehemals Vita 34) wurde 1997 in Leipzig gegrĂŒndet und ist heute mit
deutlichem Abstand die fĂŒhrende Zellbank Europas sowie die drittgröĂte
weltweit. Als erste private Nabelschnurblutbank Europas und Pionier im
Bereich Cell Banking bietet das Unternehmen seitdem als
Full-Service-Dienstleister die Entnahme, Logistik, Aufbereitung und
Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und
weiteren postnatalen Geweben an. Die autologen Zellen der Spenderinnen und
Spender können entweder unmittelbar als Arzneimittel eingesetzt werden oder
dienen als wertvolles Ausgangsmaterial fĂŒr medizinische Zelltherapien und
werden im Dampf von flĂŒssigem Stickstoff langfristig vital erhalten.
Kundinnen und Kunden aus rund 50 LĂ€ndern haben bereits mit weit ĂŒber einer
Million eingelagerten biologischen Materials bei FamiCord fĂŒr die
gesundheitliche Vorsorge ihrer Familien gesorgt. DarĂŒber hinaus ist das
Unternehmen im Bereich Zell-und-Gen-CDMO aktiv.
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