Fannie, Mae

Fannie Mae Aktie: KĂ€ufe beschleunigt

25.03.2026 - 05:31:23 | boerse-global.de

Der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae weitet seine KĂ€ufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren aus, um die MĂ€rkte nach dem Nahost-Konflikt zu stabilisieren. Die Umsetzung von Trumps 200-Milliarden-Mandat beschleunigt sich.

Fannie Mae Aktie: KĂ€ufe beschleunigt - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Fannie Mae Aktie: KĂ€ufe beschleunigt - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Nahost-Konflikt hat die US-HypothekenmĂ€rkte in Bewegung gebracht. Steigende Ölpreise treiben die Zinsschwankungen an, MBS-Spreads haben sich auf Mehrmonatshochs ausgeweitet — und Fannie Mae reagiert mit einer deutlichen Ausweitung seiner KĂ€ufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS).

Trumps 200-Milliarden-Mandat

Die Grundlage fĂŒr das aktuelle Vorgehen legte PrĂ€sident Donald Trump vor zwei Monaten: Per Direktive wies er Fannie Mae und Freddie Mac an, MBS im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar zu erwerben — mit dem erklĂ€rten Ziel, die Hypothekenzinsen zu senken und die Erschwinglichkeit von Wohnraum zu verbessern.

Die AnkĂŒndigung zeigte zunĂ€chst Wirkung. Die RisikoaufschlĂ€ge auf neu emittierte MBS gegenĂŒber US-Staatsanleihen engten sich um rund 0,2 Prozentpunkte ein. In den Folgewochen kauften beide Unternehmen jedoch nur verhalten — die bereits komprimierten RisikoprĂ€mien ließen wenig Spielraum fĂŒr nennenswerte Einflussnahme auf die Hypothekenzinsen.

Mit der Eskalation im Nahen Osten hat sich das Bild verÀndert. Die gestiegenen Treasury-Renditen und ausgeweiteten Spreads machen MBS wieder attraktiver. Fannie und Freddie nutzen den Selloff gezielt, um ihre sogenannten Retained Portfolios auszubauen.

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Portfolios wachsen wieder

Seit 2008 stehen beide Unternehmen unter staatlicher Aufsicht. Ihre kombinierten Portfolios, die einst 1,5 Billionen Dollar umfassten, waren bis Ende 2022 auf nur noch 158 Milliarden Dollar geschrumpft. Seit Mitte 2024 steigen sie wieder — bis Januar 2026 auf 278 Milliarden Dollar.

Die beschleunigten KĂ€ufe können die Lage am MBS-Markt zumindest teilweise stabilisieren. Am Montag gaben die Renditen nach, und die MBS-Spreads engten sich moderat ein, nachdem der Iran Trumps Aussagen ĂŒber Verhandlungen zur Beendigung der Feindseligkeiten zurĂŒckgewiesen hatte.

Prognose unter Druck

Fannie Maes eigene Forschungsabteilung hatte im MĂ€rz-Wohnungsmarktbericht noch einen graduellen RĂŒckgang der Hypothekenzinsen prognostiziert: 5,9 Prozent im zweiten Quartal 2026, 5,8 Prozent im dritten und 5,7 Prozent im vierten Quartal — getragen von einer erwarteten KonjunkturabkĂŒhlung, die die Zinsen drĂŒcken sollte.

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Der geopolitische Schock gefĂ€hrdet genau diesen Pfad. Ob die beschleunigten MBS-KĂ€ufe ausreichen, um die Spreadausweitung spĂŒrbar einzudĂ€mmen, hĂ€ngt maßgeblich davon ab, wie sich der Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundene EnergiepreisvolatilitĂ€t weiterentwickeln — Faktoren, die Washington nur begrenzt beeinflussen kann.

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