Faser-Fieber, Sheila

Faser-Fieber um Sheila Hicks: Warum ihre Textil-Welten jetzt zum Kunst-Hype werden

08.02.2026 - 09:15:45

Bunte Fäden, riesige Woll-Wolken und Museums-Hype: Sheila Hicks macht Textil zur Superpower. Instagram-Magnet, Sammlerliebling, Museumsstar – lohnt sich der Einstieg jetzt noch?

Alle reden über Fäden – aber selten über so spektakuläre wie bei Sheila Hicks. Riesige farbige Knoten, Teppich-Wasserfälle, Wandwolken aus Garn: Die 90+ Jahre alte Künstlerin dreht gerade weltweit den Textil-Hype auf. Frage an dich: Nur Deko – oder geniale Kunst-Investition?

Das Netz staunt: Sheila Hicks auf TikTok & Co.

Sheila Hicks ist die Grande Dame der Textilkunst, aber ihre Werke sehen aus, als wären sie direkt für Instagram und TikTok erfunden worden: knallbunt, übertrieben groß, superfotogen. Du siehst Fäden, die wie Lianen von der Decke hängen, Garn-Bälle, die aussehen wie Aliens, und Wandinstallationen, die jede White-Cube-Galerie in einen Color-Overload verwandeln.

Online wird diskutiert: Ist das Design, Deko oder Millionen-Kunst? Unter ihren Installationen posen Leute wie vor einer Selfie-Wall, andere schreiben drunter: "Das könnte doch auch ein Kindergarten-Projekt sein" – und genau da entzündet sich der Kunst-Hype: Wie simpel darf Kunst aussehen, wenn sie im Museum hängt?

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Optisch funktioniert Hicks perfekt in deiner Timeline: Ihre Arbeiten sind fotogen wie ein Balloon-Design, aber mit der Haltung einer Museums-Ikone. Und ja: Auch wenn sie schon seit Jahrzehnten arbeitet – viele aus der TikTok-Generation entdecken sie erst jetzt, über Reels, Shorts und Ausstellungs-Selfies.

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Sheila Hicks hat ein riesiges Oeuvre, aber ein paar Werke tauchen immer wieder in Feeds, Artikeln und Museumsshops auf. Wenn du mitreden willst, kennst du mindestens diese drei:

  • „Pillar of Inquiry / Supple Column“
    Eine ihrer Signature-Arbeiten: ein hoher, weicher „Textil-Pfeiler“ aus dicht gebündelten Fäden, der im Raum steht wie eine Skulptur, aber sich visuell anfühlt wie ein überdimensionierter Schal. Genau diese Art von Arbeit macht klar, was Hicks kann: Skulptur ohne Stein, Monument ohne Metall. Museumsbesucher kreisen darum, filmen den 360-Grad-View und diskutieren, ob das noch Handwerk oder schon High Art ist.
  • „TheQuestioning Column“ und ähnliche Rauminstallationen
    Hicks liebt es, ganze Räume zu besetzen: Wände voller geflochtener Stränge, am Boden türmen sich Garn-Bälle, Fäden ziehen sich wie Lianen durch den Raum. Solche Installationen werden in Stories massenhaft geteilt, weil du automatisch mitten drin stehst. Skandalchen inklusive: Manche User regen sich auf, dass „nur Fäden“ so viel Platz in Top-Museen bekommen – andere feiern genau das als Befreiung von der klassischen, harten Skulptur.
  • Die monumentalen „Linen“ und „Mayan“-Arbeiten
    Schon früh hat Hicks in Lateinamerika gewebt und mit lokalen Techniken experimentiert. Daraus entstanden farbintensive Wandarbeiten, in denen sich präzises Weben und wildes Faden-Chaos mischen. Viele berühmte Museumsfotos zeigen ihre großformatigen Leinwand-ähnlichen Textilarbeiten – dicht, reliefartig, wie Pixel aus Wolle. Diese Werke gelten heute als Schlüsselstücke, wenn es darum geht, Textil vom „Frauenhandwerk“ zur ernstgenommenen Kunstform hochzustufen.

Der „Skandal“ um Hicks ist nie laut, aber dauerhaft: Sie kippt die Grenze zwischen „Dekostoff“ und „Museumskunst“ um. Was lange als häusliche Arbeit abgewertet wurde, hängt dank ihr als Super-Statement in den wichtigsten Institutionen.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Wenn du wissen willst, ob Sheila Hicks nur was fürs Auge oder auch was fürs Investment-Portfolio ist, zählt ein Blick auf die Auktionslisten. Dort taucht sie inzwischen regelmäßig auf – und zwar mit Preisen, die klar machen: Das ist kein Geheimtipp mehr, das ist etablierte Kunst.

Recherchen bei internationalen Auktionshäusern zeigen: Hicks-Arbeiten erzielen im oberen Marktsegment sechsstellig, einzelne wichtige Werke mit musealer Qualität können in den Bereich eines „Millionen-Hammer“ rutschen oder knapp darunter gehandelt werden – je nach Größe, Entstehungszeit und Provenienz. Besonders gesucht sind:

  • frĂĽhe Arbeiten mit klarem Bezug zu ihren lateinamerikanischen Jahren,
  • groĂźformatige Wandteppiche und installative StĂĽcke, die Ausstellungen in Top-Museen nachweisen können,
  • ikonische, farbexplosive Einzelwerke, die oft in Katalogen und Retrospektiven auftauchen.

Konkrete Rekordpreise werden von Auktionshäusern und Plattformen wie Artnet und den Big Playern im Sekundärmarkt dokumentiert – Tendenz: stabil bis steigend. Klar ist: Hicks gilt heute als Blue-Chip-Künstlerin im Textilbereich. Kein Hype-Start-up, sondern eine Position mit jahrzehntelangem Backstory, die der Markt zunehmend voll einpreist.

Was ihre Vita so stark macht:

  • Sie hat in den USA Kunst studiert und frĂĽh mit Architekten, Designer:innen und internationalen Institutionen gearbeitet.
  • Sie verbrachte prägende Jahre in Lateinamerika – dort vertiefte sie Webtechniken und kombinierte sie mit moderner Kunstauffassung.
  • Ihre Arbeiten hängen heute in groĂźen Museen weltweit; sie ist auf Biennalen, in wichtigen Gruppenschauen und Retrospektiven vertreten.

Für Sammler:innen heißt das: kein kurzfristiger Trend, sondern langfristig aufgebaute Relevanz. Gerade, weil Textilkunst im Markt jahrzehntelang unterschätzt wurde, sehen viele hier noch Aufholpotenzial.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Sheila Hicks ist nicht nur Online-Phänomen, sondern vor allem ein Ausstellungs-Magnet. Große Häuser planen sie oft in Überblicksschauen zur Textilkunst oder geben ihr eigene Räume in thematischen Ausstellungen. Aktuell werden auf Basis der verfügbaren Online-Infos vor allem Museums- und Galeriepräsentationen hervorgehoben, in denen ihre monumentalen Installationen und Wandarbeiten gezeigt wurden oder werden.

Viele Häuser präsentieren Hicks regelmäßig in Sammlungsräumen für zeitgenössische Kunst oder Design – ihre Werke tauchen weltweit in Programmen auf, von Nordamerika über Europa bis Lateinamerika. Wenn du wirklich auf dem neuesten Stand sein willst, gilt:

Falls du jetzt sofort eine Show sehen willst und nichts findest: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die eindeutig und verlässlich für den Moment ausgewiesen sind. Programme ändern sich schnell, deswegen lohnt sich immer ein Blick auf die oben verlinkten Seiten und in die Social-Feeds der Museen – dort tauchen neue Hicks-Installationen oft als erstes auf.

Gut zu wissen: Wenn Hicks großformatig aufgebaut wird, erzählen Museen das sehr offensiv – die bunten Fadenlandschaften sind nämlich Must-See-Motive für Plakate, Newsletter und Reels.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Also: Ist Sheila Hicks nur bunte Wolle mit gutem Marketing – oder echte Kunstgeschichte live? Wenn du genauer hinschaust, wird klar: Sie hat Textil aus der DIY-Ecke geholt und ins Zentrum der Gegenwartskunst gestellt. Ohne sie würde heute vieles, was als „feministische, textile oder queere Praxis“ im Museum gefeiert wird, anders aussehen.

Für dich als Social-Media-User: Ihre Werke sind perfekt fürs Handy-Format. Sie knallen farblich, sind sofort verständlich, aber gleichzeitig steckt eine lange politische und kulturelle Diskussion drin: Handarbeit vs. High Art, Hausarbeit vs. Museumsraum, Dekor vs. Diskurs.

Für dich als Sammler: Hicks ist eher oberes Segment als Schnäppchenjagd. Ihre Kunst läuft im Bereich, in dem Institutionen, große Sammler:innen und spezialisierte Galerien den Ton angeben. Aber genau das macht sie für viele zu einer soliden, historisch abgesicherten Position, nicht zu einem flüchtigen Trend.

Unterm Strich: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – wenn du verstehst, dass hier nicht einfach Deko, sondern eine jahrzehntelange künstlerische Forschung an Farbe, Material und Raum stattfindet. Ob du jetzt direkt sammelst, erstmal nur likest oder im Museum davor stehst und staunst: Sheila Hicks ist eine der Stimmen, an denen du im aktuellen Kunst-Diskurs kaum vorbeikommst.

Und wer weiß: Vielleicht ist dein nächstes virales Selfie keine Spiegelwand mehr, sondern ein Fadenwald von Sheila Hicks.

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