Razzia bei Baufirmen
09.04.2025 - 14:16:35In den frĂŒhen Morgenstunden seien 36 Wohn- und GeschĂ€ftsrĂ€ume mehrerer Baufirmen durchsucht worden, teilte das Hauptzollamt Köln mit. Schwerpunkt sei Nordrhein-Westfalen - aber auch in Rheinland-Pfalz, Baden-WĂŒrttemberg, Bayern und Bremen seien Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Einsatz gewesen.
"Gegen zwei Frauen und fĂŒnf MĂ€nner im Alter von 20 bis 60 Jahren, haben wir in Köln, Leverkusen und Bergisch-Gladbach Haftbefehle vollstreckt", sagte ein Sprecher. Auch Spezialeinheiten von Zoll und Bundespolizei seien im Einsatz gewesen.
SozialbeitrÀge und Steuern hinterzogen
Im Fokus der Ermittlungen seien 13 Personen, die als Bande diverse Baufirmen betrieben haben sollen. Dort seien die BeschĂ€ftigten den Ermittlungen zufolge nicht oder nicht richtig zur Sozialversicherung angemeldet worden. AuĂerdem seien Löhne schwarz ausbezahlt worden. Dadurch sei SchĂ€tzungen zufolge ein Schaden von rund 15 Millionen Euro entstanden. Ermittelt werde wegen bandenmĂ€Ăigen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie der Steuerhinterziehung.
"Unserem heutigen Zugriff sind umfangreiche verdeckte Ermittlungen vorausgegangen", sagte der Zoll-Sprecher. "Mit der zeitgleichen Durchsuchung aller Wohnungen und Fahrzeuge der TatverdĂ€chtigen sowie der anschlieĂenden Vernehmung der Beschuldigten und Zeugen treten wir nun in die offene Phase des Ermittlungsverfahrens ein."
Auch IT-Forensiker im Einsatz
Bei der Razzia seien knapp 45.000 Euro Bargeld, teure Uhren, Goldschmuck und ein hochwertiges Auto sichergestellt worden. AuĂerdem seien 15 Privat- und Firmenkonten gepfĂ€ndet worden.
Als NĂ€chstes gehe es darum, das gefundene Material auszuwerten und Beweise zu sichern. Deshalb seien bei den Durchsuchungen auch IT-Forensik-Teams sowie vier BargeldspĂŒrhunde des Zolls im Einsatz. Schon jetzt sei klar, dass sich bei der Aktion Hinweise auf weitere Scheinfirmen ergeben haben, sagte der Sprecher. Die Ermittlungen in dem Fall gingen weiter.

