Produktion/Absatz, Deutschland

Umfrage: Smartphone-Nebenwirkungen von Ablenkung bis Schmerzen

16.07.2024 - 06:22:22

Fast die HĂ€lfte der deutschen Smartphone-Nutzer verbringt nach eigenem Empfinden zu viel Zeit am Mobiltelefon.

Laut einer reprĂ€sentativen Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte sagen das 49 Prozent der befragten 2.000 Verbraucherinnen und Verbraucher - bei den unter 35-JĂ€hrigen sind es sogar 84 Prozent. In vielen FĂ€llen beschrĂ€nken sich die Nebenwirkungen nicht nur auf Reue: Zahlreiche Smartphone-Nutzerinnen und Nutzer klagen demnach ĂŒber negative Folgen von Ablenkung ĂŒber Einschlafprobleme bis zu Kopfweh und sonstigen Schmerzen.

Die Zahl der selbstkritischen Smartphone-Nutzer steigt

Fast die HĂ€lfte (48 Prozent) gab an, dass ihr Smartphone-Konsum in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen hat. Insgesamt ist die Zahl derjenigen, die sich eigentlich lieber weniger mit dem Smartphone beschĂ€ftigen wĂŒrden, in den vergangenen Jahren offenkundig krĂ€ftig gestiegen. Denn in einer VorgĂ€ngerumfrage aus dem Jahr 2019 hatten nur 38 Prozent angegeben, zu viel Zeit mit dem Smartphone zu verbringen. "Zwar ist das Smartphone populĂ€r wie noch nie, doch immer mehr Menschen sehen ihre lange Bildschirmzeit kritisch", sagte Andreas Gentner, Partner und Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei Deloitte.

Nebenwirkungen von Ablenkung bis Schmerzen

Über alle Altersgruppen hinweg berichteten 56 Prozent der Befragten, dass sie an sich vom Smartphone-Konsum verursachte Nebenwirkungen beobachtet haben. Besonders hĂ€ufig wurden Einschlafprobleme (48 Prozent), Ablenkung von anderen Aufgaben (40 Prozent) und das stĂ€ndige BedĂŒrfnis, zum Smartphone zu greifen (36 Prozent) genannt. In der Altersgruppe unter 25 sieht der Umfrage zufolge sogar eine große Mehrheit von 93 Prozent negative Auswirkungen des Smartphone-Konsums.

70 Prozent versuchen, die eigene Smartphone-Nutzung einzuschrÀnken, so ein weiteres Ergebnis der Erhebung - ein Leben ganz ohne Smartphone können sich demnach aber nur drei Prozent vorstellen.

@ dpa.de | KR7005930003 PRODUKTION/ABSATZ