EU deckt Verkauf-Tricks am Black Friday und Cyber Monday auf
26.03.2026 - 15:42:22 | dpa.deDas stellten Verbraucherschutzbehörden unter anderem aus Deutschland an den Aktionstagen Ende November beziehungsweise Anfang Dezember 2025 fest. VerbraucherschĂŒtzer aus 23 EU-Staaten sowie Island und Norwegen prĂŒften die Verkaufstaktiken von ausgewĂ€hlten Portalen in ihren jeweiligen LĂ€ndern - insgesamt 314 Online-HĂ€ndler.
Vielfach verstieĂen Portale laut der Untersuchung gegen das EU-Verbraucherrecht. So verwiesen 30 Prozent der HĂ€ndler falsch auf ihre Rabatte. Der Referenzpreis fĂŒr einen Rabatt mĂŒsse nach EU-Recht der niedrigste Preis der vergangenen 30 Tage sein.
Unterschiedliche Taktiken
Die Behörden identifizierten zudem einige Verkaufstaktiken. Mehr als die HĂ€lfte der HĂ€ndler (6 von 10), die Preisvergleiche nutzten (34 Prozent), erlĂ€uterten die Referenz fĂŒr den Preis nicht eindeutig. Knapp ein FĂŒnftel (18 Prozent) verwendete Druckverkaufstechniken wie etwa einen Countdown-Timer, wobei mehr als die HĂ€lfte dieser FĂ€lle irrefĂŒhrend gewesen seien. Weiter versuchten Portale (36 Prozent), den Warenkörben optionale Artikel hinzuzufĂŒgen - in einigen dieser FĂ€lle ohne nach Zustimmung zu fragen (4 von 10).
Black Friday und Cyber Monday böten eine groĂe Chance fĂŒr Unternehmen und Verbraucher, teilte die zustĂ€ndige VizeprĂ€sidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, mit. "Ein gutes SchnĂ€ppchen ist jedoch keine Entschuldigung, um die Regeln zu betrĂŒgen. Verbraucher erwarten eine faire Behandlung, egal ob sie online oder offline einkaufen."
Solche EU-weiten Untersuchungen, sogenannte Sweeps, werden von der EuropĂ€ischen Kommission koordiniert und gleichzeitig von den zustĂ€ndigen nationalen Behörden durchgefĂŒhrt. Die zustĂ€ndigen Verbraucherschutzbehörden können nun MaĂnahmen gegen die betroffenen Unternehmen ergreifen.
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