Fed-Mitglied, Williams

Fed-Mitglied Williams sieht Anzeichen fĂŒr nachlassende Inflation

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 16:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach Ansicht des PrĂ€sidenten der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, gibt es in den USA Anzeichen fĂŒr eine geringere Inflation.

Die Auswirkungen der Zölle ließen nach und die höheren Energiepreise wirkten sich nicht auf andere Dienstleistungen aus, sagte Williams am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC. "Die jĂŒngsten Daten sind ermutigend". Zudem sei zu beobachten, "dass der Inflationstrend langsam nach unten tendiert, da einige der Auswirkungen der Zölle allmĂ€hlich in den Hintergrund treten."

Der Chef der New Yorker Fed unterstĂŒtzte die Entscheidung, die ZinssĂ€tze bei der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) im Juli unverĂ€ndert zu lassen. "Nach der letzten FOMC-Sitzung befinden sich die ZinssĂ€tze an einem guten Punkt, um das doppelte Mandat der Zentralbank - VollbeschĂ€ftigung und PreisstabilitĂ€t - in Einklang zu bringen", sagte Williams. "Wir sammeln derzeit viele Daten und mĂŒssen diese neu bewerten", fĂŒgte er hinzu. Williams sagte, die grĂ¶ĂŸten Inflationstreiber seien nach wie vor Zölle und höhere Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. "Es gibt auch noch einige Auswirkungen der höheren Inflation im Dienstleistungssektor", fĂŒgte er hinzu.

Die Fed-Vertreter werden am 15. und 16. September in Washington tagen. Zuvor hatten sie die Leitzinsen in diesem Jahr bei fĂŒnf aufeinanderfolgenden Sitzungen unverĂ€ndert gelassen. Nach EinschĂ€tzung von Ökonomen ist eine Leitzinserhöhung im September denkbar. So hatte Notenbankchef Kevin Warsh zuletzt seine Entschlossenheit zur InflationsbekĂ€mpfung erklĂ€rt. Williams gilt hingegen als geldpolitische Taube. Er spricht sich also im Zweifel gegen Zinserhöhungen aus.

Disclaimer...

de | boerse | 70044244 |