RMV, Frankfurt

RMV in Frankfurt rechnet kurzfristig nicht mit pĂŒnktlicheren ZĂŒgen

07.02.2024 - 14:50:59

Fehlendes Personal, veraltete Schieneninfrastruktur und Baustellen: FahrgĂ€ste im regionalen Zugverkehr mĂŒssen sich vorerst weiter auf VerspĂ€tungen und andere Probleme einstellen.

Kurzfristig könnten Verbesserungen nicht umgesetzt werden, teilte der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. 2500 Änderungen der FahrplĂ€ne gebe es im laufenden Jahr im Bereich des RMV allein wegen Baustellen. FĂŒr Probleme sorgten zudem verspĂ€tete FernverkehrszĂŒge, die den ĂŒbrigen Verkehr ausbremsten, ĂŒberlastete und marode Schieneninfrastruktur sowie Personalmangel.

Um Verbesserungen zu erreichen, gebe es mehrere Ideen und Initiativen. So werde branchenweit an der Anwerbung und Qualifizierung von Personal gearbeitet, erklĂ€rte der RMV. Bei der Deutschen Bahn dringe man unter anderem darauf, dass fĂŒr die Besetzung von Stellwerken kurzfristiger Ersatz vorgehalten werde, damit ein Krankheitsfall nicht einen gesamten Abschnitt lahmlege. Der RMV verwies zudem auf die eigenen Gleise fĂŒr die S6 zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel, die noch im Februar freigegeben werden und fĂŒr mehr PĂŒnktlichkeit sorgen sollen. Auch sieben neue S-Bahnen seien angeschafft worden. Davon erhofft sich der RMV flĂŒssigeren Verkehr

Die PĂŒnktlichkeit des Zugverkehrs im Bereich des RMV stagnierte vergangenes Jahr. Bei der S-Bahn Rhein-Main lag die Quote bei rund 88 Prozent, das bedeutet, dass im Schnitt von 100 Bahnen 12 ihr Ziel nicht zur vorgesehenen Zeit erreichten. Als verspĂ€tet gelten in der Regel ZĂŒge, die mindestens sechs Minuten ĂŒberfĂ€llig sind.

Das Deutschlandticket habe die Fahrgastzahlen 2023 wieder in Richtung des Vor-Corona-Niveaus aus dem Jahr 2019 gehoben, obwohl inzwischen spĂŒrbar viele Menschen teilweise im Home-Office arbeiteten, sagte RMV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Knut Ringat. 730 Millionen FahrgĂ€ste zĂ€hlte der Verbund einer Prognose zufolge vergangenes Jahr, vor allem im zweiten Halbjahr seien die Zahlen angestiegen. Die Berechnung der Zahl wurde geĂ€ndert, ohne diese Änderung lag sie bei rund 750 Millionen. Im Vorjahr waren es 710 Millionen FahrgĂ€ste, 2019 waren es 808 Millionen. Dieser Stand sei nach SchĂ€tzungen aktuell in etwa wieder erreicht.

@ dpa.de