Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Kyiv-Gericht eröffnet Ermittlung gegen Zhevago

30.04.2026 - 21:33:18 | boerse-global.de

Der ukrainische Eisenerzproduzent Ferrexpo steht vor dem Handelsausschluss in London und kämpft mit akuten Liquiditätsproblemen.

Ferrexpo Aktie: Kyiv-Gericht eröffnet Ermittlung gegen Zhevago - Foto: über boerse-global.de
Ferrexpo Aktie: Kyiv-Gericht eröffnet Ermittlung gegen Zhevago - Foto: über boerse-global.de

Am morgigen Freitag endet für Ferrexpo der Handel an der Londoner Börse. Der ukrainische Eisenerzproduzent steckt in einer akuten Finanzkrise. Eine blockierte Kapitalerhöhung verhindert den Jahresabschluss. Parallel dazu holt die juristische Vergangenheit des Großaktionärs das Unternehmen ein.

Das Geld reicht nur bis August

Ab 7:30 Uhr setzt die London Stock Exchange die Ferrexpo-Aktie aus. Der Grund ist ein fehlender testierter Jahresbericht für 2025. Das Management kann die Bilanz nicht fristgerecht abschließen. Dafür fehlt eine geplante Finanzspritze von rund 100 Millionen US-Dollar.

Institutionelle Investoren zeigen zwar Interesse an der Kapitalerhöhung. Die Bedingungen lassen sich aber in der Kürze der Zeit nicht erfüllen. Ohne dieses frische Kapital wird die Lage ernst. Die liquiden Mittel des Konzerns reichen voraussichtlich nur noch bis Ende August 2026.

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Justiz ermittelt gegen Großaktionär

Die finanzielle Notlage ist nur ein Teil des Problems. Ein Kiewer Gericht hat am 28. April neue Ermittlungen gegen Kostiantyn Zhevago genehmigt. Der Milliardär hält knapp die Hälfte der Ferrexpo-Anteile. Die Behörden werfen ihm vor, über seine ehemalige Bank rund 113 Millionen US-Dollar veruntreut zu haben.

Zhevago floh bereits 2019 aus der Ukraine. Frankreich lehnte seine Auslieferung zuletzt ab. Für Ferrexpo hat die Personalie direkte operative Folgen. Die ukrainische Steuerbehörde hält wegen der Sanktionen gegen Zhevago derzeit Erstattungen von 68 Millionen US-Dollar zurück.

Die Folge: Ferrexpo muss Personal abbauen und den Betrieb drosseln. Das Unternehmen versucht, sich von seinem Großaktionär zu distanzieren. Das Management verweist auf internationale Investoren wie BlackRock. Dennoch fühlt sich der Konzern von der Regierung unfair behandelt.

An der Börse hinterlässt die Krise tiefe Spuren. Die Aktie hat in diesem Jahr bereits 56 Prozent an Wert verloren. Derzeit arbeitet das Unternehmen nur mit einem Viertel seiner Vorkriegskapazität. Ab dem 1. Mai ruht der Handel nun komplett. Ein Datum für die Rückkehr auf das Parkett nennt das Management nicht.

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