Klingbeil: Mehr Geld in europÀische Verteidigungsindustrie stecken
02.02.2026 - 13:42:25"Wir mĂŒssen dabei mehr auf den Buy-European-Ansatz achten. Wir wollen, dass die Gelder fĂŒr die Finanzierung unserer Verteidigung kĂŒnftig stĂ€rker in Europa investiert werden", sagte Klingbeil beim Antrittsbesuch bei seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Domanski in Warschau. Ziel einer industriepolitischen Strategie mĂŒsse sein, die europĂ€ische Verteidigungsindustrie zu unterstĂŒtzen.
Angesichts des sich verĂ€ndernden transatlantischen VerhĂ€ltnisses mĂŒsse Europa schneller, resilienter und flexibler werden, betonte der SPD-Chef. "Die europĂ€ische SouverĂ€nitĂ€t hat fĂŒr uns höchste PrioritĂ€t." Gemeinsam habe man sich vorgenommen, mehr Tempo zu machen und das auch bei der EU-Kommission in BrĂŒssel einzufordern.
Domanski sagte, in allen EU-Mitgliedsstaaten mĂŒsse die Basis einer europĂ€ischen Verteidigungsindustrie aufgebaut werden. "Wir sind uns einig, dass Europa seine Ausgaben fĂŒr Sicherheit erhöhen muss, die Ausgaben fĂŒr Verteidigung", erklĂ€rte er.
Zugleich sprach sich der polnische Finanzminister fĂŒr einen gemeinsamen polnisch-deutschen Impuls in der europĂ€ischen Wirtschaftspolitik aus. Europas Vormachtstellung solle auf seiner wirtschaftlichen StĂ€rke, nicht auf Regulierung beruhen. "Wir mĂŒssen das Korsett der Regulierung ablegen, das Recht vereinfachen, unsere MĂ€rkte reformieren und die StĂ€rke des gemeinsamen europĂ€ischen Marktes voll ausschöpfen", sagte er.

