Finanzreform, Finanzminister

Finanzreform ist fĂŒr Finanzminister 'wichtiger Schritt'

Veröffentlicht am: 26.06.2026 um 13:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Finanzminister der LĂ€nder sehen in der Finanzreform zur Entlastung von LĂ€ndern und Kommunen einen wichtigen Schritt.

"Aber es bleiben eben auch wesentliche Probleme ungelöst", sagte der Bremer Finanzsenator Björn Fecker (GrĂŒne) als Vorsitzender der Konferenz der Finanzminister im saarlĂ€ndischen Perl-Nennig.

"Zum einen gilt die getroffene Vereinbarung nur fĂŒr diese Legislaturperiode", sagte er am Ende des Treffens. Und die aktuelle große finanzielle Belastung bleibe: "Die VerstĂ€ndigung, die gestern getroffen wurde, wirkt nur fĂŒr die Zukunft." Das Problem der Altschulden bleibe auch weiter ungelöst.

Zu den anstehenden Reformen der Einkommensteuer sagte Fecker, diese mĂŒssten fĂŒr die LĂ€nder und Kommunen im Ergebnis "aufkommensneutral" wirken. "Wir verkraften keine weiteren Löcher in unseren Haushalten."

"Finanzielle LĂŒcke systematisch schließen"

Der saarlĂ€ndische Finanzminister Jakob von WeizsĂ€cker (SPD) sieht in dem von Bund und LĂ€ndern getroffenen Beschluss ebenfalls "einen wichtigen ersten Schritt". Bei der Ausdeutung und politischen Praxis mĂŒsse man aber dafĂŒr sorgen, dass die große finanzielle LĂŒcke, systematisch geschlossen werde.

"Maßnahmen zur Schließung dieser LĂŒcke" dĂŒrften nicht als Entlastung gewertet werden, sondern als "Reduktion der Belastung, die dann auch vollumfĂ€nglich bei den Kommunen ankommen mĂŒsste".

Fecker sagte, die Finanzminister der LĂ€nder seien sich einig, dass die Haushaltslage der Kommunen "wirksam stabilisiert werden muss". Bei der Verschuldungsspirale der Kommunen mĂŒsse man eine Trendwende hinbekommen. Die Defizitentwicklung der Kommunen von jĂ€hrlich rund 30 Milliarden Euro "bereitet uns große Sorgen", sagte der Finanzsenator.

Am Donnerstag hatten sich Bund und LÀnder auf eine Finanzreform zur Entlastung vor allem der Kommunen geeinigt. Die nun getroffene Einigung folgt der Regel: "Wer bestellt, bezahlt." Mit der Neuregelung sollen die stark gestiegenen Sozialausgaben der Kommunen gedÀmpft werden.

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