Firefly Aerospace Aktie: Rückfall unter 30 Euro
12.06.2026 - 21:25:02 | boerse-global.de
Die Achterbahnfahrt bei Firefly Aerospace geht weiter. Nach einem starken Donnerstag, an dem die Aktie um 6,5 Prozent zulegte, folgt am Freitag der Rückschlag: ein Minus von 16,46 Prozent auf 28,53 Euro. Grund für den kurzzeitigen Optimismus war die Vorfreude auf den Börsengang von SpaceX — eine Branchen-Euphorie, die sich schnell wieder verflüchtigte.
Rallye-getrieben, schnell verpufft
Der Donnerstag brachte Firefly Aerospace noch auf 34,15 Euro. Die gesamte Raumfahrtbranche hatte auf den mit Spannung erwarteten Markteintritt von SpaceX spekuliert. Ein klassischer Stimmungseffekt: SpaceX weckt Begeisterung für den Sektor, Firefly reitet mit. Doch die Erkenntnis setzte schnell ein: Der eigene Börsengang von SpaceX bedeutet nicht automatisch mehr Geschäft für die Konkurrenz. Der heutige Rutsch löscht nicht nur die Gewinne von Donnerstag — er drückt den Kurs auch unter die 30-Euro-Marke.
Auf Wochensicht steht ein Minus von 8,82 Prozent. Seit 30 Tagen sind es sogar 15,19 Prozent Verlust. Damit notiert die Aktie knapp 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 56,50 Euro aus dem Mai 2026. Der 50-Tage-Durchschnitt von 34,08 Euro liegt 16,28 Prozent über dem aktuellen Niveau. Dass der RSI bei 41 liegt, deutet auf leichte Unterverkaufung — aber noch keine Bodenbildung.
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Operativ solide, aber vom Markt abgestraft
Firefly Aerospace liefert operativ. Das Unternehmen aus Texas entwickelt kleine bis mittlere Trägerraketen, Mondlandefähren und Orbitalfahrzeuge. Der Alpha-Flug 7 im März 2026 verlief erfolgreich, die Testnutzlast für Lockheed Martin erreichte ihr Ziel. Der Flug validierte zudem die Alpha-Block-II-Upgrades — ein wichtiger Schritt für die Serienreife.
Hinzu kommt ein prestigeträchtiger Auftrag der NASA. Ein 75 Millionen Dollar schwerer Unterauftrag sieht vor, Drohnen zum Südpol des Mondes zu bringen. Die MoonFall-Mission ist für frühestens 2028 geplant und Teil der NASA-Mondbasis-Initiative.
Doch an der Börse zählt derzeit vor allem eines: die Enttäuschung über einen ausgebliebenen SpaceX-Effekt. Die Optionsmärkte zeigen ein gemischtes Bild. Die implizite Volatilität liegt bei 116, das Call-Put-Verhältnis bei 2:1 — Anleger setzen weiterhin auf steigende Kurse, während die Realität aktuell anders aussieht. Ob die operativen Fortschritte den Kurs wieder stützen, wird sich mit den nächsten konkreten Meilensteinen zeigen müssen. Flug 8 mit der vollständigen Block-II-Konfiguration wird ein erster Test sein.
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