Flugangebot, Deutschland

Flugangebot aus Deutschland wÀchst kaum noch

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 11:40 Uhr | dpa.de

Das Flugangebot von deutschen FlughÀfen wÀchst in der zweiten JahreshÀlfte kaum noch.

137,5 Millionen SitzplĂ€tze von Juli bis Dezember bedeuteten einen Zuwachs von 1 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) berichtet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind neben inlĂ€ndischen Verbindungen vor allem FlĂŒge in die Krisenregion Mittlerer Osten, aber auch nach Westeuropa gestrichen worden. ZusĂ€tzliche Starts gibt es nach Nordafrika und SĂŒdeuropa.

Im europĂ€ischen Vergleich fliegt Deutschland damit weiterhin hinterher: In den ĂŒbrigen Staaten wuchs das Luftverkehrsangebot um 6 Prozent und erreichte einen Erholungsgrad von 116 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019.

Mittlere FlughÀfen leiden

Der deutsche Markt hat die Corona-Delle mit einer Erholungsrate von 93 Prozent dagegen weiterhin nicht vollstĂ€ndig ausgeglichen. Das liegt vor allem an den dauerhaft gestrichenen Inlandsverbindungen abseits der Drehkreuze Frankfurt und MĂŒnchen. Langstrecke und EuropaflĂŒge haben hingegen nahezu das Niveau aus dem Jahr 2019 wieder erreicht. Innerdeutsch wird mit 49 Prozent nicht einmal jeder zweite Sitzplatz des frĂŒheren Angebots geflogen.

Der BDL nennt vor allem die hohen staatlichen Steuern und Abgaben als Grund, dass Fluggesellschaften deutsche FlughÀfen meiden. ZusÀtzlich begrenzen die Airlines ihr Angebot wegen der anhaltend hohen Kerosinpreise.

Besonders schwach ist die Entwicklung an mittleren Standorten wie Stuttgart, Berlin oder Leipzig. Die Drehkreuze Frankfurt und MĂŒnchen kommen auf 91 beziehungsweise 89 Prozent ihres frĂŒheren Angebots, wĂ€hrend einige kleinere FlughĂ€fen wie Memmingen, Weeze oder Karlsruhe/Baden-Baden deutlich mehr FlĂŒge anbieten, weil dort Direktfluggesellschaften ihr Angebot konzentrieren.

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