Flughafen, Leipzig

Flughafen Leipzig: Drohne mit Sprengladung entschÀrft

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 14:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach dem nÀchtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle haben Spezialisten der Bundespolizei eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entschÀrft.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) wurde der ZĂŒnder einer noch unbekannten Sprengvorrichtung entfernt.

Politische Motivation wird nicht ausgeschlossen

Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden und das im LKA ansĂ€ssige Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) haben die Ermittlungen ĂŒbernommen. Sie schließen eine politische Motivation nicht aus. Deshalb ist auch das PTAZ im Einsatz, hieß es. Der Flughafen gehöre zum Bereich der kritischen Infrastruktur.

Zweites Flugobjekt stieß mit Frachtflieger zusammen

Nach Angaben des LKA wurde die Drohne mit der Sprengvorrichtung auf der Start- und Landebahn "SĂŒdpiste" von einem Mitarbeiter des Flughafens gefunden. Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem es wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchstartete. Bei der Maschine konnten nach der Landung in Hannover leichte BeschĂ€digungen festgestellt werden, hieß es.

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sprach von einem "sehr ernsten Sicherheitsvorfall." Deshalb ermittelten Landes- und Bundessicherheitsbehörden unter Hochdruck Hand in Hand. Unter anderem sei das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) und die Drohnenabwehr der Bundespolizei involviert. Er stehe dazu auch in stÀndigem Austausch mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Der Flugbetrieb wurde nach Feststellung der Drohne in der Nacht zunĂ€chst komplett eingestellt. Nach einer umfangreichen Kontrolle des Flughafens konnte die Start-/Landebahn "Nordpiste" noch in der Nacht wieder freigegeben werden. Die Start-/Landebahn "SĂŒdpiste" sollte aus WartungsgrĂŒnden am Mittwoch nicht genutzt werden.

Keine Gefahr fĂŒr Passagiere und Flughafenpersonal

"Es besteht keine Gefahr fĂŒr Leib oder Leben von Passagieren oder Mitarbeitern des Flughafens. Der Flugverkehr fĂŒr Passagiere ist nicht beeintrĂ€chtigt", stellten die Ermittler klar.

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