Folgen, Klimawandels

Folgen des Klimawandels: VerbÀnde fordern mehr Taten der Politik

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 05:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
UmweltschutzverbĂ€nde erwarten von der schwarz-roten Bundesregierung mehr Maßnahmen zum Schutz vor Hitze, Niedrigwasser und weiteren Folgen des Klimawandels.

Die BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Dieser Extremsommer zeigt: Deutschland ist nicht gewappnet fĂŒr die Hitze, die uns durch die eskalierende Klimakrise immer hĂ€ufiger trifft." Es sei ĂŒberfĂ€llig, Klimaschutz und Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Dies mĂŒsse mit ausreichend Geld hinterlegt werden.

Auch der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte die Regierung dazu auf, einen besseren Schutz sicherzustellen. BUND-Klimachefin Tina Löffelsend sagte dem RND: "Das Kabinett muss ein effektives Vorsorgepaket vereinbaren, das deutlich mehr Klimaschutz, -anpassung und Investitionen in eine intakte Natur bĂŒndelt." Die Umweltorganisation Greenpeace erklĂ€rte, die Klimakrise gehöre ins Zentrum der anstehenden Kabinettsklausur.

Papier SPD-gefĂŒhrter Bundesministerien

Innerhalb der Regierung macht sich die SPD stark fĂŒr bessere Vorkehrungen zum Schutz vor Folgen des Klimawandels. In einem am Wochenende bekanntgewordenen Papier SPD-gefĂŒhrter Bundesministerien heißt es, fĂŒr eine wirksame Anpassung an die Klimakrise brauche man "eine gesamtstaatliche Kraftanstrengung, die PrioritĂ€ten setzt, Ressourcen bĂŒndelt, Abstimmungen intensiviert und schnelles Handeln ermöglicht". In dieser Wahlperiode solle dafĂŒr eine GrundgesetzĂ€nderung auf den Weg gebracht werden.

Damit solle die EinfĂŒhrung einer neuen "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" vorangetrieben werden, heißt es in dem vorbereitenden Papier fĂŒr die Kabinettsklausur Ende August. Dies sei Voraussetzung dafĂŒr, dass der Bund sich an der Finanzierung von Kommunal- und LĂ€nderaufgaben beteiligen sowie langfristig, rechtssicher und flĂ€chendeckend bei Klimaanpassung und Naturschutz mitwirken könne.

CDU-Politiker hatten sich skeptisch hinsichtlich einer VerfassungsĂ€nderung gezeigt. FĂŒr eine GrundgesetzĂ€nderung wĂ€re eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag nötig, die die Koalition auch mit Stimmen der GrĂŒnen nicht erreichen wĂŒrde. Auch im Bundesrat wĂ€re eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

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