Foxconn, Millionen-Investment

Foxconn sichert sich mit Millionen-Investment europÀische Roboter-Motoren

23.01.2026 - 02:35:12

Der Elektronikriese Foxconn sichert sich mit einer Mehrheitsbeteiligung an Magnax europĂ€ische Spitzentechnologie fĂŒr leistungsstarke Motoren, um den Bau humanoider Roboter voranzutreiben.

Der taiwanesische Elektronikriese Foxconn und sein Partner Pan-International investieren 32 Millionen Euro in den belgischen Motorenspezialisten Magnax. Mit der Mehrheitsbeteiligung will der Konzern Schlüsseltechnologie für humanoide Roboter kontrollieren – ein strategischer Schachzug im globalen Wettlauf um die Automatisierung.

Europäische Spitzentechnologie für die Roboter-Revolution

Im Zentrum des Deals steht die patentiere yokeless axial flux motor-Technologie von Magnax. Diese Motoren sind leichter, kompakter und leistungsstärker als herkömmliche Modelle – ideale Eigenschaften für humanoide Roboter, die bis zu 50 Gelenke benötigen. „Besonders für Hüft- und Arm-Gelenke ist diese Technologie entscheidend“, erklärt ein Branchenkenner. Foxconn erhält damit direkten Zugang zu europäischer Ingenieurskunst, die in der globalen Roboter-Lieferkette immer wertvoller wird.

Der Schritt ist Teil einer größeren Strategiewende: Foxconn, weltweit bekannt als Auftragsfertiger für Apple, diversifiziert gezielt in Zukunftsfelder wie künstliche Intelligenz, Elektrofahrzeuge und Robotik. Tochterunternehmen wie Pan-International stellen bereits von klassischen Kabelbäumen auf Komponenten für KI-Server um. Die Motoren-Übernahme passt perfekt in dieses Bild.

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Foxbots für amerikanische Fabriken

Bereits heute produziert Foxconn eigene Roboterarme namens FoxBot für seine Fertigungsstraßen. Jetzt plant der Konzern, humanoide Roboter in seinen US-Fabriken für KI-Server einzusetzen – und zwar schon im ersten Quartal 2026. Die Magnax-Technologie soll diese interne Automatisierung beschleunigen und Kostenvorteile bringen.

Denn die Wirtschaftlichkeit humanoider Roboter hängt maßgeblich von ihren mechanischen Systemen ab, die bis zur Hälfte der Gesamtkosten ausmachen können. „Wer die Schlüsselkomponenten beherrscht, kontrolliert die Kosten“, so eine Analystin. Foxconn positioniert sich damit doppelt: als künftiger Zulieferer für den boomenden Markt und als Vorreiter im eigenen Werk.

Europa als Hotspot der Roboter-Innovation

Das Investment fällt in eine Phase explodierenden Wachstums. Der Markt für humanoide Roboter, heute mit zwei bis drei Milliarden US-Dollar bewertet, könnte bis 2035 auf 40 Milliarden anwachsen. Allein im zweiten Quartal 2025 flossen weltweit 8,8 Milliarden Dollar Risikokapital in Robotik-Projekte.

Europa hat sich zum Innovationszentrum entwickelt. In der ersten Jahreshälfte 2025 sammelte die Branche hier fast 619 Millionen Euro ein. Deutsche Unternehmen wie Neura Robotics gehören zu den europäischen Pionieren. Foxconns Zugriff auf ein belgisches Startup unterstreicht den strategischen Wert europäischen Know-hows im globalen Rennen.

Der Wettlauf um die Hardware hat begonnen

Während Tesla, Hyundai und chinesische Konzerne ihre Roboter-Entwicklung vorantreiben, steigt die Nachfrage nach Hochleistungskomponenten rasant. Die Industrie erlebt eine spürbare Verschiebung: Nach Jahren der Software-Fokussierung rückt nun die physische Hardware in den Mittelpunkt – die Präzisionskomponenten, die KI überhaupt erst handlungsfähig machen.

Noch befindet sich der Einsatz humanoider Roboter in Fabriken und Lieferketten in der Frühphase. Manche Experten rechnen damit, dass bis 2028 weniger als 100 Unternehmen über Testphasen hinausgehen. Doch das Rennen ist eröffnet. Foxconns 32-Millionen-Euro-Investment zeigt: Die Schlacht um die Grundkomponenten der robotischen Zukunft hat begonnen – und die großen Player positionieren ihre Figuren.

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