ROUNDUP, Streik

Streik bei Geldtransporten verlÀngert

30.09.2024 - 14:03:51

FRANKFURT/BERLIN - Der Streik in der Geldtransportbranche wird verlÀngert.

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FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Der Streik in der Geldtransportbranche wird verlÀngert. Die Arbeitsniederlegung, die an diesem Montag begonnen hat, soll am Dienstag ganztÀgig und bundesweit weitergehen, teilt die Gewerkschaft Verdi mit. Sie rief zudem die BeschÀftigten in einigen BundeslÀndern auf, den Streik auch am Mittwoch fortzusetzen.

Hintergrund sind die Lohn- und Manteltarifverhandlungen fĂŒr rund 10.000 BeschĂ€ftigte im Geld- und Werttransport. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 20. September habe die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) kein akzeptables Angebot vorgelegt, kritisiert Verdi. Der Verband betonte, Folgen fĂŒr die Bargeldversorgung der Verbraucher seien nicht zu befĂŒrchten. Die Banken seien vorbereitet.

Verdi will Druck auf Arbeitgeber erhöhen

"Die Arbeitgeber haben stattdessen an ihren Forderungen festgehalten, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrerin Sonja AustermĂŒhle. Neueinsteiger sollten zum Beispiel weniger Urlaubstage bekommen. Nun solle der Druck auf die Arbeitgeber vor der nĂ€chsten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Oktober in MĂŒnchen steigen. Von dem Streik sind laut Verdi etwa die Firmen Ziemann in der Bankenmetropole Frankfurt sowie Prosegur im nahen Neu-Isenburg betroffen.

Die Gewerkschaft fordert, je Arbeitstag alle ĂŒber acht Stunden hinausgehenden Zeiten mit Überstundenzuschlag zu vergĂŒten. Zudem verlangt sie ein einheitliches Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld jeweils in Höhe eines halben Brutto-Monatsgehalts und einen Urlaubsanspruch von 31 Tagen bezogen auf eine 5-Tage-Woche fĂŒr alle BeschĂ€ftigten. DarĂŒber hinaus fordert Verdi deutlich steigende Löhne - in der Spitze von 23 Euro je Stunde in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Arbeitgeber: Löhne sind schon relativ hoch

Der Arbeitgeberverband hatte sich bereits gegen Kritik von Verdi gewehrt. Derzeit betrage der Grundlohn in der stationÀren Geldbearbeitung, also etwa dem Sortieren, Buchen und Verpacken, bundesweit zwischen 15,73 und gut 18 Euro je Stunde und im Geld- und Werttransport zwischen 18,47 und 21,18 Euro - jeweils ohne ZuschlÀge. Damit sei die Branche schon jetzt sehr weit vom gesetzlichen Mindestlohn entfernt.

@ dpa.de