AKTIE IM FOKUS 2: Schott Pharma auf Berg- und Talfahrt nach Zahlen und Ausblick
12.12.2024 - 11:33:22 | dpa.de(neu: Kurs, Analysten und Details)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Schott Pharma DE000A3ENQ51 sind am Donnerstag nach Jahreszahlen und einem Ausblick auf Berg- und Talfahrt gegangen. Auf deutliche Gewinne zum Handelsstart sackten die Papiere des Pharma-Spezialverpackungsherstellers auf ein Rekordtief, bevor es wieder deutlich aufwÀrts ging. Die Zahlen und Ziele waren laut HÀndlern durchwachsen ausgefallen und lieferten trotz deutlicher Kursverluste der Aktie im Jahresverlauf keine klaren Impulse.
Am spĂ€teren Vormittag gewannen die Papiere 3,4 Prozent auf 26,88 Euro und setzten sich so an die Spitze im MDax DE0008467416. Zuvor waren sie zeitweise bei 25,50 Euro auf den tiefsten Stand ihrer noch recht jungen Börsengeschichte gerutscht. Der Gerresheimer DE000A0LD6E6-Konkurrent war im September 2023 mit zum Ausgabepreis von 27 Euro aufs Parkett gegangen. Seither ging es fĂŒr die Aktien ĂŒberwiegend abwĂ€rts. Gerresheimer reagierten unterdessen kaum auf den Bericht von Schott. Sie gaben zuletzt um 0,4 Prozent auf 76,10 Euro nach.
Ein HĂ€ndler sprach von einem "gemischten Zahlenwerk" bei Schott Pharma, mit zugleich soliden Zielen fĂŒr das neue GeschĂ€ftsjahr und bekrĂ€ftigten Mittelfristzielen.
UBS-Analyst Olivier Calvet nannte dagegen das operative Ergebnisziel (Ebitda) fĂŒr 2024/25 etwas enttĂ€uschend, wĂ€hrend Analyst James Vane-Tempest von Jefferies den hinter den Erwartungen zurĂŒckgebliebenen Margenausblick monierte. Zudem verwies er darauf, dass die Prognosen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 etwas unter denen lĂ€gen, die Schott Pharma im Jahresverlauf gegeben habe. Dies sei am Markt "nach den Zahlen zum dritten GeschĂ€ftsquartal aber in gewisser Weise erwartet worden", ergĂ€nzte er.
Ungeachtet der Zahlen hatte UBS-Experte Calvet mit zumindest "moderaten Kursgewinnen" gerechnet, da die Aktie in den vergangenen Monaten deutlich eingebĂŒĂt hatte. Vor allem nach dem Rekordhoch Anfang MĂ€rz bei 43,40 Euro war es krĂ€ftig abwĂ€rts gegangen. Mitte November hatte dann eine leichte Erholung eingesetzt. Im bisherigen Jahresverlauf steht - wie auch bei Gerresheimer - ein Minus von rund 20 Prozent zu Buche.
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