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AKTIE IM FOKUS 2: Fresenius springen deutlich ins Plus - 'Ausblick konservativ'

21.02.2024 - 09:57:28

FRANKFURT - Die Anleger haben am Mittwoch einen enttÀuschenden Ausblick von Fresenius DE0005785604 schnell abgehakt.

(neu: Kurs, Analysten und mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger haben am Mittwoch einen enttĂ€uschenden Ausblick von Fresenius DE0005785604 schnell abgehakt. Aus einem schwachen Start wurden deutliche Gewinne: Der Kurs zog im frĂŒhen Handel um 3,6 Prozent auf 26,97 Euro an. Damit setzten sich die Papiere des Gesundheitskonzerns an die Dax DE0008469008-Spitze. Zwischenzeitlich erreichte der Kurs mit 27,20 Euro den höchsten Stand seit Mitte Januar. Am Markt hieß es, die Aktien hĂ€tten schon viel Pessimismus eingepreist.

FĂŒr 2024 peilt Fresenius ein organisches Umsatzwachstum von drei bis sechs Prozent an. Das bereinigte Betriebsergebnis soll abseits der Wechselkurse um vier bis acht Prozent zulegen. HĂ€ndler urteilten zunĂ€chst, diese Zielsetzungen erfĂŒllten nicht die Erwartungen. Sie ĂŒberschatteten die Jahreszahlen, die ersten Stimmen zufolge ordentlich waren. Laut einem HĂ€ndler war die Gewinnentwicklung 2023 geringfĂŒgig besser gewesen als erwartet.

Aus Sicht von JPMorgan-Analyst David Adlington hat der Medizinkonzern aber ein insgesamt ordentliches Quartal hinter sich. Er relativierte, die Prognose fĂŒr 2024 sei zwar schwĂ€cher als gedacht, sie erscheine aber erneut konservativ. Auch Jefferies-Experte James Vane-Tempest hob in einer ersten Reaktion hervor, der Ausblick lasse Luft nach oben.

Analyst Graham Doyle von der UBS hob unter diesen UmstĂ€nden hervor, dass in den Aktien schon viel Vorsicht eingepreist gewesen sei. Eigentlich sprĂ€chen die Ziele zwar dafĂŒr, dass die MarktschĂ€tzungen um vier Prozent sĂ€nken. Aber auch Doyles Vermutung lautet, dass dieser errechnete Abschlag einem konservativen Herangehen geschuldet ist. Er rechnet daher nicht damit, dass sich an den durchschnittlichen SchĂ€tzungen große Anpassungen ergeben werden.

Der positiven Entwicklung bei Fresenius konnten sich die Aktien der Beteiligung Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 nicht anschließen, sie sanken am Mittwoch um 4,5 Prozent und knĂŒpften so an ihre deutlichen Vortagsverluste an. Der Dialysekonzern gilt durch seine Dekonsolidierung als Grund dafĂŒr, dass Fresenius im vergangenen Jahr wegen milliardenschwerer, nicht zahlungswirksamer Sonderaufwendungen tief in die roten Zahlen rutschte.

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