AKTIE IM FOKUS 3: Fresenius ins Plus gedreht - Chartbild schnell korrigiert
25.02.2026 - 16:10:54 | dpa.de(neu: Kurs ins Plus gedreht, zurĂŒck ĂŒber Indikatorlinien, weitere Experten)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger von Fresenius DE0005785604 haben sich am Mittwoch nicht nachhaltig an durchwachsenen Quartalszahlen und einem ebenfalls durchwachsenen Ausblick gestört. Am Nachmittag waren die Papiere des Gesundheitskonzerns mit zuletzt zwei Prozent ins Plus gedreht, nachdem sie im frĂŒhen Handel noch bis zu 4,4 Prozent im Minus lagen. Mit dem Fresenius-Dreh konnte auch der Leitindex Dax DE0008469008 seine Gewinne ausbauen.
Fresenius sei am Tag der Vorlage von Quartalszahlen normalerweise gut fĂŒr eine positive Ăberraschung, sagte ein HĂ€ndler. Aber dieses Mal mĂŒsse man wohl eher besorgt sein, hieĂ es noch am Morgen in einer ersten Börsianerstimme. Bereits am Vortag hatten die Aktien des Klinikbetreibers und Medizintechnikunternehmens deutlich nachgegeben im Zuge eines schwachen Ausblicks des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802, an dem Fresenius beteiligt ist.
Charttechnisch trĂŒbte sich das Bild zunĂ€chst ein, indem die Papiere unter gleich drei kurz- bis mittelfristig relevante Indikatorlinien rutschten. Diese Scharte konnte jedoch ausgewetzt werden, denn durch den Dreh ins Plus, der am Nachmittag gelang, konnten sie wieder ĂŒber den 21-, 50- und 100-Tage-Linien zurĂŒckkehren. Mit zuletzt 51,26 Euro blieb der Kurs in Reichweite des Hochs seit 2018, das vor einigen Tagen mit knapp 53 Euro markiert worden war.
FĂŒr Analyst Graham Doyle von der UBS sind die von Fresenius prĂ€sentierten Quartalszahlen in Ordnung, aber der Ausblick enttĂ€uschend. Sven KĂŒrten von der DZ Bank sah in letzterem den "Knackpunkt", da das Margenziel auf den ersten Blick enttĂ€uschend sei. In seiner Studie, die zur Mittagszeit veröffentlicht wurde, bewertete er dies aber "als nicht dramatisch".
Die Hauptabweichung kommt laut KĂŒrten durch höhere Kosten auf Konzernebene, die durch verstĂ€rkte Investitionen in Digitalisierung und neue Produktinnovationen bedingt seien. Er betonte auĂerdem die Rolle der Medizintochter Kabi als Wachstumsmotor. Ins Bild passe der mittelfristige Zielmargenkorridor, der fĂŒr Kabi auf 17 bis 19 Prozent angehoben wurde.
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