Macron, EU-Antwort

Macron bringt EU-Antwort auf Trumps Zolldrohung auf den Weg

18.01.2026 - 14:21:52

Frankreich bringt wegen neuer Zoll-Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump im Grönland-Streit Gegenmaßnahmen der EU auf den Weg.

PrĂ€sident Emmanuel Macron stehe mit seinen europĂ€ischen Amtskollegen in Kontakt und werde im Namen Frankreichs beantragen, ein EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung zu aktivieren, wie es aus dem Umfeld des PrĂ€sidenten hieß. Konkret geht es um das Anti-Coercion Instrument (ACI). Es ermöglicht der EU Gegenmaßnahmen, wenn wirtschaftlicher Druck ausgeĂŒbt wird, um politische Entscheidungen zu erzwingen.

Macron sei damit beschĂ€ftigt, die europĂ€ische Reaktion auf die "inakzeptablen Drohungen von PrĂ€sident Trump" zu koordinieren, hieß es in Paris weiter. Der amerikanische Ansatz im Grönland-Streit werfe aus Sicht des PrĂ€sidenten die Frage nach der GĂŒltigkeit des Zollabkommens auf, das die EuropĂ€ische Union im vergangenen Sommer mit den Vereinigten Staaten geschlossen hat.

Die EU und die USA hatten sich im vergangenen Jahr im Zollkonflikt auf einen Deal verstĂ€ndigt, dem das EU-Parlament noch zustimmen muss. Demnach soll der US-Zoll von 15 Prozent fĂŒr die meisten europĂ€ischen Produkte gelten. Zölle auf US-IndustriegĂŒter dagegen sollen vollstĂ€ndig abgeschafft werden, und Barrieren fĂŒr den Import von bestimmten Lebensmitteln sollen fallen.

Trump pocht darauf, die zum Königreich DĂ€nemark gehörende Insel Grönland den USA einzuverleiben. Er hat zusĂ€tzliche Zölle gegen acht europĂ€ischen Staaten angekĂŒndigt, die Soldaten auf die Insel entsandt haben, um die Möglichkeiten einer MilitĂ€rĂŒbung zu erkunden. Zu den LĂ€ndern gehören Deutschland und Frankreich.

@ dpa.de