ROUNDUP, Frankreich

Frankreich schickt wegen Zyklon VerstÀrkung nach La Réunion

15.01.2024 - 21:39:05

Frankreich schickt wegen des Wirbelsturms "Belal" zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung auf seine Insel La RĂ©union im Indischen Ozean.

Etwa 150 Menschen vom Zivilschutz, der Gendarmerie und des Netzbetreibers Enedis sollten in KĂŒrze auf das Überseegebiet geschickt werden, kĂŒndigte Innenminister GĂ©rald Darmanin am Montagnachmittag an. "Belal" war am Nachmittag nach Angaben des Wetterdienstes MĂ©tĂ©o France noch immer in InselnĂ€he, das Auge des Sturms entfernte sich demnach aber vor der sĂŒdöstlichen KĂŒste.

WĂ€hrend des Sturms starb auf der Insel ein Obdachloser, wie der PrĂ€fekt der Insel, JĂ©rĂŽme Filippini, im Sender BFMTV sagte. Die TodesumstĂ€nde seien noch nicht geklĂ€rt. Berichten zufolge waren am Montag etwa 100 000 Haushalte auf der Insel östlich von Madagaskar vom Strom abgeschnitten. Filippini zufolge hatten außerdem 55 000 der gut 870 000 Bewohner der Insel keinen Zugang zu Wasser, da dieses örtlich vorsichtshalber abgestellt wurde.

MĂ©tĂ©o France zufolge hat Zyklon "Belal" sich abgeschwĂ€cht, wĂ€hrend er ĂŒber La RĂ©union hinwegzog. Dennoch blieben die Windböen noch immer heftig und der Wellengang stark. In den Höhen werde noch viel Regen erwartet, dieser lasse aber nach. FĂŒr die Inselbevölkerung gilt wegen des Zyklons die Warnstufe Rot. Menschen sind dazu aufgerufen, unbedingt zuhause zu bleiben. RettungskrĂ€fte können mittlerweile aber wieder nach draußen. Der BĂŒrgermeister der Stadt Saint-Paul im Westen der Insel, Emmanuel SĂ©raphin, sagte dem Sender France Info: "Es ist das am wenigsten schlimme Szenario eingetroffen."

Unterdessen wappnet sich auch die nordöstlich von La RĂ©union gelegene Insel Mauritius fĂŒr den Sturm, der der örtlichen Wetterbehörde zufolge droht, der Insel gefĂ€hrlich nah zu kommen. Bereits am Montag waren rund 10 500 Haushalte ohne Strom und es kam zu erheblichem Verkehrschaos. Aufgrund der starken RegenfĂ€lle wurden Hunderte Autos von Wassermassen mitgerissen. Ein Motorradfahrer starb bei einer Kollision mit einem Bus infolge der chaotischen ZustĂ€nde. Die Menschen sind aufgerufen, Schutz zu suchen und bis Dienstagmittag in ihren HĂ€usern zu bleiben. Am nĂ€chsten soll "Belal" der Insel voraussichtlich am Dienstagmorgen kommen. Es werden Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 Stundenkilometern erwartet.

@ dpa.de