Spanien und Frankreich fĂŒr Abgabe auf Luxus-Flugreisen
16.11.2025 - 17:22:45"Wer mehr verschmutzt, sollte auch mehr beitragen", sagte die spanische Botschafterin in Brasilien, MarĂa del Mar FernĂĄndez-Palacios, in BelĂ©m. "Eine Abgabe auf Premium-FluggĂ€ste kann Milliarden fĂŒr Klimaresilienz, Anpassung und nachhaltige Entwicklung einbringen." Im Kampf gegen die Klimakrise brĂ€uchten die Staaten berechenbare Einnahmen, die NormalbĂŒrger nicht ĂŒbermĂ€Ăig belasteten.
Der französische Klimabotschafter BenoĂźt Faraco sagte, SolidaritĂ€tssteuern wie die auf LuxusflĂŒge entsprĂ€chen dem Geist des Pariser Klimaabkommens zur EindĂ€mmung der ErderwĂ€rmung. Man rufe alle LĂ€nder auf der Klimakonferenz auf, sich anzuschlieĂen.
Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums von Carsten Schneider (SPD) sagte dem "Spiegel" zu der Idee: "Jeder, der First Class oder im Privatflieger unterwegs ist, wird ohne Probleme darauf eine Abgabe zahlen können."
Allerdings: Erst diese Woche hatte die schwarz-rote Koalition beschlossen, zum 1. Juli 2026 die Ticketsteuer im Luftverkehr zu senken - was ihr scharfe Kritik von KlimaschĂŒtzern einbrachte.
"Besteuerung von MilliardÀren und Privatjets notwendig"
Fliegen ist die bei weitem klimaschĂ€dlichste Art zu reisen. Nach Angaben der "Premium Flyers Solidarity Coalition" ist nur ein Prozent der Weltbevölkerung verantwortlich fĂŒr mehr als die HĂ€lfte der klimaschĂ€dlichen Treibhausgasemissionen der kommerziellen Luftfahrt. Gleichzeitig hĂ€tten "Premium"-Flugreisen stark zugenommen: Die Emissionen der privaten Luftfahrt seien zwischen 2019 und 2023 um 46 Prozent gestiegen.
Auch die frĂŒhere KlimastaatssekretĂ€rin von Ex-AuĂenministerin Annalena Baerbock, Jennifer Morgan, warb fĂŒr die SolidaritĂ€tssteuer im Luftverkehr. "Die Menschen sehen die zunehmende Ungleichheit. Und sie wissen, dass die Besteuerung von MilliardĂ€ren und Privatjets gerecht und auch notwendig ist."

