Macron fordert 'Handels-Bazooka' gegen Trumps ZollplÀne
20.01.2026 - 15:46:52Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sprach Macron von einer "Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten durch Handelsabkommen, die unsere Exportinteressen untergraben, maximale ZugestÀndnisse verlangen und offen darauf abzielen, Europa zu schwÀchen und zu unterwerfen, verbunden mit einer endlosen AnhÀufung neuer Zölle, die grundsÀtzlich inakzeptabel sind, umso mehr, wenn sie als Druckmittel gegen die territoriale SouverÀnitÀt eingesetzt werden".
"Ich denke, dass es keinen Sinn macht, einen neuen kolonialistischen Ansatz zu akzeptieren", sagte Macron. "Angesichts der Brutalisierung der Welt mĂŒssen Frankreich und Europa einen wirksamen Multilateralismus verteidigen, weil er unseren Interessen und denen aller dient, die sich der Herrschaft der Gewalt nicht unterwerfen wollen."
Mit Blick auf die Zollandrohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump im Grönland-Konflikt pochte Macron darauf, das EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung - die sogenannte Handels-Bazooka - als "mĂ€chtiges Instrument" zu nutzen. "Europa verfĂŒgt heute ĂŒber sehr wirksame Instrumente, und wir mĂŒssen sie einsetzen, wenn wir nicht respektiert werden und wenn ĂŒbrigens das gesamte Spiel nicht respektiert wird." Dabei bezeichnete Macron es als "verrĂŒckt", das die EU das Instrument gegen wirtschaftliche Nötigung erstmals gegen die USA einsetzen könnte.

