Macron, Kampfjet-Projekt

Macron hÀlt an gemeinsamem Kampfjet-Projekt mit Berlin fest

19.02.2026 - 15:00:44 | dpa.de

Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron unterstĂŒtzt trotz Skepsis aus Deutschland die PlĂ€ne fĂŒr ein gemeinsames Luftkampfsystem.

"Ich zweifele daran nicht", sagte er ĂŒber das RĂŒstungsvorhaben FCAS bei einem Besuch im indischen Neu-Delhi. Man habe gemeinsame BedĂŒrfnisse identifiziert, die auch nicht infrage gestellt wĂŒrden.

Das Luftkampfsystem FCAS (Future Combat Air System) soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französischen Rafale-Jets ab 2040 ablöst.

Merz sprach von Problem im Anforderungsprofil

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich diese Woche skeptisch zur Realisierung des von Deutschland, Frankreich und Spanien seit langem geplanten RĂŒstungsprojekts geĂ€ußert. "Wir haben ein echtes Problem im Anforderungsprofil. Und wenn wir das nicht lösen können, dann können wir das Projekt nicht aufrechterhalten", sagte Merz dem Podcast Machtwechsel. Laut Merz ist das Problem, dass die Franzosen ein anderes Kampfflugzeug brauchen als die Bundeswehr. Nun stelle sich die Frage, ob FCAS mit zwei Flugzeugen realisiert werden könne.

Macron pocht auf gemeinsamen Standard

Macron wiederum meinte: "Wenn wir EuropÀer ein Geschichtsbewusstsein haben, haben wir ein Interesse daran, zu standardisieren und zu vereinfachen - also: ein gemeinsames Modell zu haben." Es habe Reibungen zwischen den Industriepartnern gegeben, doch das sollte die Strategie der beteiligten LÀnder nicht bestimmen.

Der französische Staatschef betonte, man mĂŒsse die Anstrengungen nun verstĂ€rken. Er versuche aber zu schauen, ob es aus strategischer Sicht fĂŒr die LĂ€nder und fĂŒr Europa und auch fĂŒr die Verwendung der Gelder die beste Lösung sei, mehrere Flugzeuge zu bauen. "Wir brauchen einen europĂ€ischen Standard", schloss er. "Wenn wir einen gemeinsamen Standard schaffen, sind wir nicht aufzuhalten."

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