Okay, Kongress

Kein Okay vom Kongress? Rubio rechtfertigt Venezuela-Angriff

04.01.2026 - 19:10:52

FĂŒr den US-Angriff auf Venezuela ist nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio keine Zustimmung des Kongresses vonnöten gewesen.

"Sie war nicht erforderlich, weil es sich nicht um eine Invasion handelte. Wir haben kein Land besetzt. Es war eine Festnahme", sagte er im GesprÀch mit dem Fernsehsender ABC News. Der venezolanische Staatschef Nicolås Maduro sei von Einheiten der US-Bundespolizei FBI festgenommen worden.

Zudem seien ihm seine Rechte vorgelesen und er dann außer Landes gebracht worden, fĂŒhrte Rubio aus. In der Nacht zum Samstag hatte das US-MilitĂ€r Venezuela angegriffen. Die US-Sender CBS und CNN berichteten, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores im Rahmen der Operation "Absolute Entschlossenheit" von Soldaten der US-Spezialeinheit Delta Force gefasst wurde.

Nur Kongress kann offiziell Krieg erklÀren

Im GesprÀch mit dem Sender NBC News sagte Rubio zudem, dass das US-Parlament bei weiteren US-AktivitÀten in Venezuela und in der Region nur dann einbezogen werden solle, wenn diese PlÀne auch die Zustimmung des Kongresses erforderten. "Ansonsten wird der Kongress lediglich benachrichtigt", sagte er.

GemĂ€ĂŸ Verfassung ist der US-PrĂ€sident zwar Oberbefehlshaber der StreitkrĂ€fte, allerdings kann nur der Kongress offiziell einen Krieg erklĂ€ren. In der Praxis haben nur wenige PrĂ€sidenten diesen Weg gewĂ€hlt - öfter entschieden sie sich fĂŒr andere rechtliche Instrumente, durch die sie auch ohne formelle KriegserklĂ€rung MilitĂ€reinsĂ€tze befehlen konnten.

@ dpa.de