Fujikura Aktie: 225 Yen Dividende ab 26. Juni
17.06.2026 - 01:47:00 | boerse-global.de
Fujikura nähert sich einer ungewöhnlich dichten Hauptversammlung. Am 26. Juni 2026 stimmen die Aktionäre über einen Auditorwechsel, ein neues Vergütungssystem und eine deutlich höhere Dividende ab — alles auf einmal. Die Aktie reagiert: Sie kletterte heute um knapp vier Prozent auf 24,84 Euro. In den vergangenen sieben Tagen hat sie rund zehn Prozent zugelegt.
Der Rücksetzer der letzten Wochen bleibt dennoch spürbar. Über 30 Tage steht ein Minus von rund 17 Prozent zu Buche — eine scharfe Korrektur vom Allzeithoch im Mai.
Sechs Jahrzehnte PwC enden
Das auffälligste Signal der Hauptversammlung ist ein Auditorwechsel. Fujikura schlägt vor, PricewaterhouseCoopers Japan durch Deloitte Touche Tohmatsu zu ersetzen. PwC prüft die Bücher des Unternehmens seit mindestens 1963. Eine solche Trennung nach über 60 Jahren ist selbst für große Konzerne ein seltenes Ereignis.
Der Prüfungsausschuss begründet den Wechsel mit Deloittes globaler Aufstellung und einer frischen Perspektive. Die Kontinuität der Prüfungsqualität soll dabei erhalten bleiben.
Parallel dazu führt Fujikura ein neues Vergütungsmodell für Vorstandsmitglieder ein. Künftig erhalten berechtigte Direktoren Aktien oder Geldforderungen, die sie in Fujikura-Aktien einbringen müssen. Das Jahresvolumen ist auf 500 Millionen Yen und bis zu 212.000 Aktien begrenzt. Das Ziel: Managementanreize stärker an den langfristigen Aktienkurs knüpfen.
Dividende mehr als verdoppelt
Die Hauptversammlung gibt auch den Weg für eine substanziell höhere Ausschüttung frei. Die Jahresdividende für das Geschäftsjahr 2026 steigt auf 225 Yen je Aktie — mehr als das Doppelte des Vorjahres. Allein die Schlussdividende beträgt 130 Yen. Fujikura erhöht die Ausschüttungsquote von 30 auf 40 Prozent und führt einen Aktiensplit im Verhältnis 1:6 durch. Die Zahlung ist für den 29. Juni 2026 geplant.
Rekordergebnisse als Rückenwind
Die Governance-Maßnahmen kommen nicht aus dem Nichts. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis März 2026 wuchs der Umsatz um 20,7 Prozent auf rund 1,18 Billionen Yen. Das operative Ergebnis stieg um 39 Prozent, der Nettogewinn sogar um 72,5 Prozent.
Für das laufende Jahr erwartet Fujikura weiteres Wachstum beim Umsatz und beim operativen Ergebnis. Beim Nettogewinn rechnet das Unternehmen allerdings mit einem leichten Rückgang von 0,7 Prozent. Dieser Ausblick beschäftigt Investoren seit der Veröffentlichung im Mai.
Neun Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, kein einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 5.800 Yen. Auf der Produktseite stärkt Fujikura seine Position im KI-Infrastrukturmarkt: Ein neues 1.728-Faser-Glasfaserkabel mit doppelter Kerndichte zielt direkt auf die wachsende Nachfrage aus Cloud- und KI-Rechenzentren.
Die nächsten Quartalszahlen erscheinen voraussichtlich im August 2026 — dann zeigt sich, ob die Kapazitätserweiterungen bereits in der Umsatzentwicklung ankommen.
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