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Fujitsu Aktie: Optische Netze expandieren

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 20:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fujitsu testet KI-Infrastruktur mit Stromnetzkopplung auf Rennstrecke und verlÀngert Taiwan-Partnerschaft.

Fujitsu Aktie: Zwei neue Projekte fĂŒr optische Netze
Abstrakte Darstellung von Glasfaserkabeln und Lichtleitern in einem modernen Rechenzentrum als Symbol fĂŒr Netzwerkausbau. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Fujitsu baut seine Wette auf verlustarme optische Netzwerktechnologie gleich an zwei Fronten aus. Auf einer Rennstrecke bei Fuji Speedway testet der Konzern, wie sich Rechenzentren und Stromnetze kĂŒnftig verzahnen lassen. Parallel dazu vertieft er in Taiwan eine Partnerschaft, die dieselbe Technologie international verankern soll.

Formel-Rennserie wird zum Testlabor

Zusammen mit mehreren japanischen Partnern, darunter Internet Initiative Japan sowie die Netzbetreiber TEPCO Power Grid und Chubu Electric Power Grid, startet die Fujitsu-Tochter 1Finity einen Feldversuch zur sogenannten Watt-Bit-Vision. Die Idee dahinter: Stromnetze und Datenverkehr so koppeln, dass GPU-Server flexibel dort arbeiten, wo gerade Energie ĂŒbrig ist. Als Testumgebung dient die "KYOJO CUP"-Formelrennserie auf dem Fuji Speedway, deren Echtzeit-Videodaten ĂŒber ein rein optisches Netzwerk an rĂ€umlich getrennte Rechenzentren ĂŒbertragen werden.

Nach eigener Darstellung der beteiligten Unternehmen ist es der erste Versuch in Japan, GPU-Server ĂŒber Gebiete mit unterschiedlicher Netzfrequenz – 50 und 60 Hertz – als einheitliche KI-Infrastruktur zu betreiben. Der Testzeitraum lĂ€uft von August 2026 bis MĂ€rz 2027, erste Ergebnisse sollen ab Herbst auf Branchenveranstaltungen wie der Inter BEE vorgestellt werden.

ErgĂ€nzend dazu lĂ€uft bei derselben Rennserie ein zweites Projekt: Über lokale 5G-Netze und sogenannte Physical AI sollen Zuschauern automatisch die spannendsten Rennmomente in Echtzeit angezeigt werden – ohne klassisches Sendestudio. Beteiligt sind neben Fujitsu und 1Finity auch Mitsubishi Electric und das KI-Unternehmen Ghelia.

Taiwan verlÀngert die Partnerschaft

WĂ€hrend in Japan das eigene Stromnetz zum Reallabor wird, baut Fujitsu die internationale Schiene aus. Mit Chunghwa Telecom, Taiwans grĂ¶ĂŸtem Telekommunikationsanbieter, verlĂ€ngert der Konzern die bestehende Kooperation zum Ausbau des All-Photonics Network um zwei weitere Jahre. Neben dem Netzausbau ĂŒber Chunghwa Telecoms Unterseekabel rĂŒckt nun auch die gemeinsame Erkundung von Quantentechnologien in den Fokus, etwa fĂŒr abhörsichere Steuerungen verteilter Rechenzentren.

Die Partnerschaft lĂ€uft bereits seit 2024 und hatte zunĂ€chst den Aufbau optischer Netzinfrastruktur nach dem IOWN-Konzept zum Ziel. Mit der neuen Vereinbarung rĂŒckt Taiwan als Testmarkt fĂŒr Fujitsus Netzwerktechnologie stĂ€rker neben das HeimatgeschĂ€ft in Japan.

Beide Vorhaben zeigen, wie Fujitsu seine Netzwerksparte gezielt als Antwort auf den wachsenden Strombedarf von KI-Rechenzentren positioniert – mit dem Fuji Speedway als sichtbarer BĂŒhne und Taiwan als internationalem Ankerpunkt.

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