Gaspreise, Kältewelle

Gaspreise explodieren durch Kältewelle in Österreich

27.01.2026 - 05:43:12

Eine plötzliche Kältewelle lässt die europäischen Gaspreise deutlich ansteigen, während die Gasspeicher sich rascher als erwartet leeren und Haushalte sowie Industrie belasten.

Eine massive Kältewelle treibt die europäischen Gaspreise in die Höhe. Der Großhandelspreis für Erdgas stieg zuletzt um 7,7 Prozent auf 43,15 Euro pro Megawattstunde. Das verschärft die Sorgen um hohe Heizkosten für Haushalte und belastet die Industrie.

Eisige Temperaturen heizen den Markt an

Der plötzliche Wintereinbruch ist der Hauptgrund für die Preisrallye. Tiefe Temperaturen lassen den Heizbedarf sprunghaft ansteigen. Gleichzeitig müssen bei wenig Wind und Sonne mehr Gaskraftwerke Strom produzieren. Dieser doppelte Nachfrageschub trifft auf einen ohnehin angespannten Markt.

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Experten der Regulierungsbehörde E-Control warnen: Pro Grad niedrigerer Außentemperatur steigt der Heizbedarf um sechs bis acht Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt kann das schnell zu spürbaren Mehrkosten führen.

Gasspeicher leeren sich schneller als erwartet

Die Reserven schrumpfen rasant. Österreichs Gasspeicher sind nur noch zu etwa 52 Prozent gefüllt – deutlich weniger als im Vorjahr. Europaweit sieht es ähnlich düster aus:
* EU-Durchschnitt: rund 45,6 Prozent Füllstand
* Deutschland: nur etwa 37,5 Prozent

Der schnelle Abbau der Reserven macht den Markt anfälliger. Die Puffer, um Nachfragespitzen abzufedern, sind deutlich kleiner geworden.

Wer die hohen Kosten zu spüren bekommt

Für energieintensive Industriebetriebe sind die Auswirkungen sofort spürbar. Sie müssen mit höheren Produktionskosten kalkulieren, was ihre Wettbewerbsfähigkeit belastet. Für private Haushalte schlagen die gestiegenen Großhandelspreise zwar nicht sofort durch, aber eine Weitergabe ist bei anhaltend hohem Niveau unausweichlich.

Hinzu kommt: Die Gas-Netzentgelte wurden für 2026 ohnehin bereits angehoben. Die E-Control beobachtet die Entwicklung nun genau, um die Stabilität des Marktes zu gewährleisten.

Globale Krisen treiben den Preis

Die aktuelle Lage hat nicht nur nationale Ursachen. Ein Wintersturm in den USA ließ dort die Gaspreise explodieren und führte zu Produktionsausfällen. Da Europa seit dem Wegfall russischer Pipeline-Lieferungen stärker auf verflüssigtes Erdgas (LNG) angewiesen ist, wirken sich solche Störungen direkt auf die hiesigen Preise aus.

Die globale Vernetzung macht den Markt anfällig. Geopolitische Risiken und Wetterextreme bleiben ständige Preistreiber.

Wohin steuert der Markt?

Kurzfristig hängt alles am Wetter. Hält die Kältewelle an, dürften die Preise weiter hoch bleiben oder sogar steigen. Erst mit dem Frühling rechnen Beobachter mit einer spürbaren Entspannung.

Mittelfristig könnte mehr LNG auf dem Weltmarkt für Erleichterung sorgen. Langfristig dient die aktuelle Krise als Weckruf: Der beschleunigte Ausbau heimischer erneuerbarer Energien würde nicht nur das Klima schonen, sondern auch die Abhängigkeit von teuren Importen verringern.

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