GefÀlschte Posts vor Landtagswahlen - Spaltung als Ziel?
Veröffentlicht am: 26.06.2026 um 19:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDem Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) sind die Posts bekannt und es stellt Ăhnlichkeiten zum bisherigen Vorgehen der "Matrjoschka-Kampagne" fest, wie der Inlandsgeheimdienst auf Anfrage mitteilte. Zuerst hatte "Der Spiegel" ĂŒber die Posts berichtet.
In einer Antwort der Bundesregierung aus dem vergangenen Monat auf eine Kleine Anfrage der Linken hieĂ es zur sogenannten Matrjoschka-Kampagne, diese sei in der deutschsprachigen Ăffentlichkeit unter anderem im Kontext der Bundestagswahl 2025 aktiv geworden. "Sie nutzte massenhaft Falschmeldungen, um Journalisten und Faktenchecker von anderen Kampagnen abzulenken und GegenmaĂnahmen (...) zu erschweren." Die französische Behörde Viginum hatte die Matrjoschka-Kampagne 2024 als "auslĂ€ndische digitale Einmischung" eingestuft. Deren Ziel sei höchstwahrscheinlich, Medien, Personen des öffentlichen Lebens und Faktencheck-Organisationen zu diskreditieren und pro-russischen Inhalt zu verbreiten.
GefÀlschte Titelbilder und Videos
Zur aktuellen Situation heiĂt es in dem "Spiegel"-Bericht, in sozialen Medien kursierten gefĂ€lschte Titelbilder und Kurzvideos, die den Anschein erweckten, von renommierten deutschen Medien zu stammen. In einem Post auf der Plattform X ist beispielsweise ein manipuliertes Titelblatt mit der Ăberschrift "Der Westen hasst den Osten - Deutschland war noch nie so nah am BĂŒrgerkrieg" zu sehen.
Nach Erkenntnissen des BfV werden X-Accounts westlicher Medien verlinkt, um die Reichweite zu steigern. Ziel der Narrative sei es, Spaltlinien zu vertiefen. Den Recherchen des "Spiegel" zufolge geht es vor allem um angebliche wachsende Spannungen zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands. Einige Videos endeten mit einem Hinweis auf vermeintliche sinkende Wahlchancen fĂŒr die CDU.
Verfassungsschutz: Russische Einflussnahme auch vor Landtagswahlen möglich
Laut BfV ist angesichts zunehmender hybrider Angriffe Russlands gegen europĂ€ische Demokratien mit Versuchen zur Einflussnahme auch rund um Landtagswahlen zu rechnen. "Die Hauptbedrohung fĂŒr Deutschland geht hierbei weiterhin von AktivitĂ€ten der Russischen Föderation aus", hieĂ es vom BfV weiter.
