Gefahrgut-Schulung, Regeln

Gefahrgut-Schulung: Neue Regeln für Luftfracht ab 2026

17.03.2026 - 04:22:06 | boerse-global.de

Das Luftfahrt-Bundesamt hat die Liste zugelassener Schulungsanbieter aktualisiert. Neue Lehrpläne fokussieren auf Lithium-Batterien und digitale Lernformate.

Gefahrgut-Schulung: Neue Regeln für Luftfracht ab 2026 - Foto: über boerse-global.de
Gefahrgut-Schulung: Neue Regeln für Luftfracht ab 2026 - Foto: über boerse-global.de

Die Luftfahrt-Branche stellt sich auf verschärfte Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter ein. Kern der Neuerung ist eine aktualisierte Liste offiziell anerkannter Schulungsanbieter durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Diese Anpassung ist für alle Spediteure, Airlines und Versender mit Deutschland-Bezug verpflichtend.

Strengere Auflagen für Schulungsanbieter

Das LBA hat Mitte März 2026 seine aktualisierte Liste der zugelassenen Gefahrgut-Schulungsanbieter veröffentlicht. Aktuell sind 74 Institute in Deutschland gelistet. Die Zulassung erfolgt nach der strengen nationalen Luftfahrtrichtlinie NfL 2022-2-713. Die Qualifikation für Dozenten ist anspruchsvoll: Sie müssen eine Prüfung direkt beim LBA in Raunheim bestehen. Die Gültigkeit dieser Lehrberechtigung beträgt fünf Jahre, setzt aber den aktiven Unterricht von mindestens zwei Kursen binnen 24 Monaten voraus. Für Unternehmen ist die Nutzung eines gelisteten Anbieters Pflicht. Zertifikate von nicht anerkannten Instituten sind rechtlich wertlos.

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Neue Lehrpläne: Fokus auf Lithium-Batterien und Lieferkettensicherheit

Die Aktualisierung geht über reine Verwaltung hinaus. Die Lehrpläne aller Anbieter mussten an die 67. Ausgabe der IATA-Gefahrgutvorschriften (DGR) und die ICAO-Technischen Anweisungen 2025–2026 angepasst werden. Ein zentrales Thema ist nun die Philosophie der „Sicherheit der Lieferkette“. Sie betont die geteilte Verantwortung aller Beteiligten.

Besonderes Augenmerk liegt auf neuen Vorschriften für Lithium-Batterien. Angesichts geschätzter jährlicher Zuwachsraten von 25 Prozent beim Lufttransport und steigender Vorfälle durch thermisches Durchgehen, schärft der Lehrplan den Umgang. So wird etwa vom Gebrauch und Laden von Powerbanks in der Kabine während Start und Landung dringend abgeraten. Zudem werden neue Klassifizierungskriterien, etwa für Hybridfahrzeuge (UN 3166), gelehrt.

CBTA: Kompetenzbasiertes Lernen wird zur Norm

Die vermittelte Kernmethodik ist der kompetenzbasierte Ansatz (CBTA), der seit 2023 verpflichtend ist und nun voll ausgereift ist. Die Schulung ist in hochspezifische Aufgabenmodule (A bis T) unterteilt. Bevor Mitarbeiter geschult werden, muss der Arbeitgeber eine Trainingsbedarfsanalyse (TNA) durchführen. So lernen Beschäftigte nur, was für ihre konkrete Tätigkeit relevant ist – was die Fehlerquote senken soll.

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Digitalisierung hält Einzug in die Compliance-Schulung

Ein trend für 2026 ist die digitale Transformation. Das LBA hat mehrere Anbieter offiziell für E-Learning und virtuelle Klassenzimmer zugelassen. Führende Anbieter haben entsprechende Module aktualisiert. Dies ermöglicht globalen Logistikfirmen flexible Schulungen. Allerdings: Die reine Theorie kann online vermittelt werden, die praktische Bewertung muss jedoch am Arbeitsplatz erfolgen. Zertifikate aus diesen hybriden Modellen sind 24 Monate gültig, danach ist eine Auffrischung nötig.

Ausblick: Kontinuierliche Anpassung bleibt erforderlich

Die verschärften Schulungsvorgaben sind ein strategischer Rahmen für mehr Sicherheit. Sie sind eng mit den ESG-Zielen der Luftfahrt verknüpft. Unternehmen müssen proaktiv bleiben, denn die Regulierung entwickelt sich ständig weiter. IATA skizziert in Anhang H des DGR bereits Änderungen für 2027. Kontinuierliche Weiterbildung bleibt der Schlüssel. Firmen wird geraten, die LBA-Liste regelmäßig zu konsultieren, um die Konformität ihrer Belegschaft zu gewährleisten.

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