GEG, Heizungstausch

GEG: Heizungstausch wird für Millionen Eigentümer ab Sommer Pflicht

01.02.2026 - 04:52:12

Ab Mitte 2026 greift in deutschen Großstädten die Pflicht für 65 Prozent erneuerbare Energie bei neuen Heizungen. Die Politik plant eine Reform, während attraktive Förderungen auslaufen.

Ab dem 30. Juni 2026 müssen Millionen Hausbesitzer in deutschen Großstädten umdenken. Dann tritt eine bisher wenig beachtete Regel des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Kraft, die jeden neuen Heizungseinbau betrifft. Parallel plant die Bundesregierung eine Reform des Gesetzes – die Unsicherheit ist groß.

Kommunen setzen den Fahrplan für die Wärmewende

Der Stichtag ist der 30. Juni 2026. Bis dahin müssen alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern ihren kommunalen Wärmeplan vorlegen. Dieser Plan legt fest, welche Stadtteile künftig mit Fernwärme versorgt werden und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen sinnvoll sind.

Die Konsequenz für Eigentümer ist entscheidend: Sobald der Plan veröffentlicht ist, gilt auch für bestehende Gebäude die 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Pflicht. Jede neu eingebaute Heizung muss dann zu mindestens zwei Dritteln mit grüner Energie betrieben werden. Für kleinere Gemeinden gilt eine spätere Frist bis Juni 2028.

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Politisches Tauziehen um die 65-Prozent-Regel

Während die Fristen laufen, wird am Gesetz selbst gefeilt. Die Bundesregierung plant, das GEG zu reformieren und flexibler zu gestalten. Ein neuer Name – „Gebäudemodernisierungsgesetz“ – ist im Gespräch.

Im Zentrum der Debatte steht die umstrittene 65-Prozent-Vorgabe. Ein Bündnis aus 14 Branchenverbänden fordert, sie beizubehalten, um Planungssicherheit zu wahren. Andere politische Akteure drängen auf eine Fokussierung auf reale CO₂-Einsparungen. Diese Ungewissheit stellt die gesamte Branche vor Herausforderungen.

Attraktive Förderung – aber das Geld wird knapper

Experten raten Eigentümern dennoch zum zügigen Handeln. Wer jetzt saniert, profitiert noch von üppigen staatlichen Zuschüssen.

  • Die KfW-Förderung deckt bis zu 70 Prozent der Investitionskosten für einen Heizungstausch.
  • Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro für ein Einfamilienhaus gedeckelt.

Doch Vorsicht: Im Bundeshaushalt 2026 sind Kürzungen bei den Fördertöpfen vorgesehen. Wer noch eine fossile Heizung einbaut, muss sich zudem einer verpflichtenden Beratung unterziehen. Diese soll vor den Risiken durch steigende CO₂-Preise warnen.

Europa und der Markt treiben den Wandel voran

Neben nationalem Recht beschleunigen weitere Faktoren die Wärmewende. Die EU-Gebäuderichtlinie muss bis Mai 2026 umgesetzt werden und bringt unter anderem vereinheitlichte Energieausweise mit einer klaren Effizienzskala.

Der vielleicht stärkste Treiber ist aber der steigende CO₂-Preis. Er macht das Heizen mit Öl und Gas jedes Jahr teurer und schafft so einen finanziellen Anreiz, frühzeitig auf klimafreundliche Technologien umzusteigen.

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