LĂ€nder-Widerstand gegen Einsparungen bei Kliniken
17.11.2025 - 18:05:17Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats empfiehlt, zu dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz den Vermittlungsausschuss anzurufen. Dies richtet sich gegen eine vorgesehene Ausgabenbremse bei den Kliniken, die den GroĂteil der Einsparungen von zwei Milliarden Euro einbringen soll. Der Bundesrat entscheidet in der Sitzung seines Plenums am 21. November, ob er der Empfehlung des Ausschusses folgt.
Es sei zu befĂŒrchten, dass die vorgesehene Regelung zu Einnahmeverlusten der KrankenhĂ€user in Höhe von etwa 1,8 Milliarden Euro fĂŒhren werde, erlĂ€utert der Gesundheitsausschuss der LĂ€nderkammer. Dies konterkariere auĂerdem eine einmalige UnterstĂŒtzung fĂŒr die Kliniken von vier Milliarden Euro, mit der Inflationskosten von 2022 und 2023 kompensiert werden sollen.
Sparpaket soll Druck fĂŒr höhere BeitrĂ€ge mindern
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat in Aussicht gestellt, dass die BeitrĂ€ge zur Krankenversicherung zum 1. Januar 2026 nicht steigen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will mit dem Sparpaket den Druck fĂŒr erneute Anhebungen mindern. Bei den Kliniken soll dafĂŒr der Anstieg der VergĂŒtungen auf die tatsĂ€chlichen Kostensteigerungen begrenzt werden. Krankenkassen und Opposition warnen aber, dass viele Kassen 2026 dennoch ihre ZusatzbeitrĂ€ge anheben mĂŒssen, um Reserven auf vorgeschriebene Mindestwerte aufzufĂŒllen.
Direkt stabile BeitrĂ€ge festlegen kann die Politik nicht. Ăber die ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr 2026 fĂŒr ihre Versicherten entscheiden die Kassen je nach ihrer Finanzlage in den kommenden Wochen selbst.

