Brauerei Veltins verkauft so viel Bier wie noch nie
16.01.2025 - 19:40:49Der AusstoĂ - also die Produktionsmenge - sei im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf rund 3,36 Millionen Hektoliter Bier gestiegen, teilte das Unternehmen aus dem Sauerland in Meschede mit.
"Noch nie hat die Brauerei Veltins so viel Bier gebraut wie 2024", sagte Firmenchef Volker Kuhl. Der Umsatz des Unternehmens mit seinen 737 BeschĂ€ftigten stieg um 4,1 Prozent auf 459 Millionen Euro. Angaben zum Gewinn machte das Familienunternehmen wie ĂŒblich nicht.
Veltins begrĂŒndete die positive Entwicklung unter anderem mit einem "stabilen Markenmix". WĂ€hrend traditionelle Marken weiterhin sehr gefragt seien, seien auch neue Marken gut verkauft worden. Dazu gehört ein Helles-Lager-Flaschenbier, das auch fĂŒr den Export gedacht ist. Der Export-Anteil von Veltins liegt bislang bei knapp fĂŒnf Prozent der Produktionsmenge.
Vorerst keine Preiserhöhung
Veltins hatte zuletzt 2023 Preise angehoben. Derzeit plane man keinen weiteren Preisanstieg, sagte Manager Kuhl. Dass der Umsatz im vergangenen Jahr stĂ€rker gestiegen war als die Produktionsmenge, lag an einem verĂ€nderten Konsum: Die Menschen kauften mehr Veltins-Produkte, die etwas teurer waren als andere, gĂŒnstigere Produkte der Brauerei.
Konkurrent Krombacher hatte zuvor ein AusstoĂ-Minus von 1,1 Prozent auf 5,675 Millionen Hektoliter vermeldet, also 567,5 Millionen Liter. Bei anderen Brauereien lief es ebenfalls mĂ€Ăig, Deutschlands Bierbranche dĂŒrfte Experten zufolge insgesamt ein Ă€hnliches Minus gehabt haben wie Krombacher. Veltins konnte sich dieser negativen Entwicklung hingegen entziehen und deutlich zulegen. Eher ein Flopp fĂŒr die Brauereien war im vergangenen Jahr die FuĂball-EM, die den Bierverkauf nicht wie erhofft ankurbelte. Das war in der Vergangenheit, etwa bei der FuĂball-WM 2006, anders gewesen.
Neben Veltins und Krombacher gehört Bitburger zu den drei meistverkauften Biermarken in Deutschland. Unter den verschiedenen Biersorten ist das Pils mit groĂem Abstand die Nummer 1 in Deutschland, einer Branchenanalyse zufolge kam diese Sorte 2024 auf knapp die HĂ€lfte des Gesamtmarktes (48,1 Prozent). Helle folgen mit 10,6 Prozent auf Rang 2 und alkoholfreie Biere mit 8,9 Prozent auf Rang drei. AuĂerdem gibt es noch MischgetrĂ€nke, Weizen, SpezialitĂ€ten, Lager und andere Biere.
Haus Cramer Gruppe mit kleinem Plus
Eine weitere groĂe deutsche Brauerei ist Warsteiner, das zur Haus Cramer Gruppe gehört. Dieses Unternehmen konnte sein GeschĂ€ft im vergangenen Jahr leicht ausbauen, der Absatz legte Firmenangaben zufolge um 0,5 Prozent zu. Eine absolute Zahl zum Absatz nennt die Gruppe nicht. Einer BranchenschĂ€tzung zufolge waren es 3,6 Millionen Hektoliter.
Hierbei geht es nicht nur um Warsteiner, sondern auch um andere Brauereien, die zur Haus Cramer Gruppe zÀhlen, etwa Paderborner und Herforder. Zu den einzelnen Marken macht die Firma keine Angaben. Im Jahr 2023 hatte der Absatz der Biermarke Warsteiner laut Fachmagazin "Inside" bei gut zwei Millionen Hektolitern gelegen. Zum Umsatz macht die Haus Cramer Gruppe keine Angaben.

