Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

Veröffentlicht am: 25.02.2026 um 05:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine 20-jÀhrige Studie zeigt, dass spezielles Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko bei Senioren um 25 Prozent senken kann. Dies gilt als Meilenstein in der nicht-medikamentösen PrÀvention.

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Eine Langzeitstudie liefert den bisher stÀrksten Beweis: Spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko Àlterer Erwachsener deutlich reduzieren. Die Ergebnisse einer 20-jÀhrigen Nachbeobachtung zeigen einen langfristigen Schutzeffekt.

Studie belegt langfristigen Schutz

Die sogenannte ACTIVE-Studie startete in den spĂ€ten 1990er Jahren mit fast 3.000 gesunden Teilnehmern ab 65 Jahren. Sie testete drei Arten von kognitivem Training. Die jĂŒngste Auswertung nach zwei Jahrzehnten offenbarte ein klares Bild: Ein Training zur Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte Wirkung.

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Teilnehmer, die dieses spezielle „Speed-Training“ absolvierten und es mit Auffrischungssitzungen ergĂ€nzten, wiesen ein um 25 Prozent geringeres Demenzrisiko auf. GedĂ€chtnis- und Logiktraining zeigten dagegen keinen signifikanten Effekt. Die Ergebnisse gelten als Meilenstein, weil sie erstmals einen so langanhaltenden Schutz durch eine nicht-medikamentöse Maßnahme belegen.

Warum wirkt „Speed-Training“?

Das computergestĂŒtzte Training zielt darauf ab, die FĂ€higkeit zu verbessern, visuelle Informationen schnell und prĂ€zise zu verarbeiten. Die Übungen trainieren die visuelle Aufmerksamkeit unter Zeitdruck. Experten vermuten, dass es die „kognitive Reserve“ des Gehirns stĂ€rkt.

Diese Reserve hilft dem Gehirn, altersbedingte VerĂ€nderungen besser zu kompensieren. Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Gehirnjogging-Spielen basiert das in der Studie eingesetzte Programm auf jahrzehntelanger Forschung. Es ist heute unter dem Namen BrainHQ verfĂŒgbar.

Geistige Fitness ist nur eine SĂ€ule

Trotz der beeindruckenden Ergebnisse betonen Experten einen ganzheitlichen Ansatz. Geistige AktivitÀt ist nur ein Teil der DemenzprÀvention. Ebenso wichtig sind die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und hohem Cholesterin.

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RegelmĂ€ĂŸige Bewegung, eine ausgewogene ErnĂ€hrung, soziale Kontakte und die Behandlung von Hörverlust sind weitere entscheidende Bausteine. Selbst der Konsum von zwei bis drei Tassen Kaffee tĂ€glich wird in Studien mit einem reduzierten Risiko in Verbindung gebracht.

Neue Impulse fĂŒr die Gesundheitspolitik

Die neuen Erkenntnisse kommen zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. In Deutschland lĂ€uft die Nationale Demenzstrategie noch bis Ende 2026. Die robusten Daten dĂŒrften die Ausrichtung solcher Programme maßgeblich beeinflussen.

Die Forschung wird sich nun darauf konzentrieren, die Trainingsprotokolle weiter zu optimieren. Ziel ist es herauszufinden, welche Personengruppen am meisten profitieren. Die Studie hat die TĂŒr zu einer neuen Ära der DemenzprĂ€vention aufgestoßen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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